1. Tennisarm und Golferellbogen
Entstehung
Monotone Bewegungsabläufe mit Hand und Unterarm belasten die Beug- (Golferellbogen) und Streckmuskulatur (Tennisarm) beim Ellbogen. Die Überbelastung führt zu kleinsten Verletzungen in den Sehnen. Sie verbinden die Muskeln mit dem Oberarmknochen. Einzelne Sehnenstränge entzünden sich. Gefährdet sind nicht nur Sportler. Auch alltägliche Bewegungen wie das Klicken auf der Computermaus oder das Wischen mit einem Lappen können einen Tennisarm verursachen.
Symptome
Die Entzündung führt zu Schmerzen am Ellbogen. Sie verstärken sich, wenn der Patient die Faust schliesst und das Handgelenk durchbeugt. Das schränkt die Betroffenen im Alltag ein. Es kann so weit gehen, dass die Kraft in der Hand- und Fingermuskulatur nachlässt.
Behandlung
Bei akuten Schmerzen helfen ein Eisbeutel und Schonung. Medikamente hemmen die Entzündung und lindern die Schmerzen. Wichtig ist auch das Dehnen
der betroffenen Muskeln. Das macht den Muskel-Sehnen-Strang elastisch. Erst wenn alles keinen Erfolg zeigt, raten die Ärzte zur Operation: Dabei wird der betroffene Sehnenstrang durchtrennt und die schmerzende Stelle entlastet.
2.Bandscheibenvorfall
Entstehung
Verschleiss, mangelnde Bewegung, Übergewicht und einseitiges Belasten schwächen unseren Rücken. Das kann so weit führen, dass der weiche Gallertkern der Bandscheibe den ihn umgebenden Faserring durchbricht. Er rutscht in den Rückenmarkkanal oder zur Nervenwurzel.
Symptome
Je nachdem, wie stark die Bandscheibe auf die Nerven drückt, sind die Schmerzen kaum spürbar bis unerträglich stark. Versorgt der Nerv andere Körperteile, zieht der Schmerz bis in die Arme und Beine. Es kann sogar zu Lähmungen und Gefühlsstörungen kommen.
Behandlung
Beschränken sich die Beschwerden auf Rückenschmerzen, helfen Schmerzmittel und ein Training zur Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Strahlen
die Schmerzen bis ins Bein aus, spritzt der Arzt entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente direkt in die Nähe des Nervs. Nützt das nichts oder zeigen sich sogar Lähmungserscheinungen, wird operiert. Dabei entfernt der Chirurg so viel Bandscheibenmaterial wie nötig, um den Nerv zu entlasten.
3.Arthrose
Entstehung
Neben dem Alter gibt es eine Reihe von Risiken für die Gelenke, etwa eine falsche oder zu grosse Belastung. Die Knorpelschicht nimmt Schaden. Sie wird
dünner und vermag Stösse nur noch ungenügend abzufedern. Das führt dazu, dass die Knochenenden aufeinanderreiben. Sie versuchen die Belastung aufzufangen, wachsen in die Breite und bilden knöcherne Wucherungen. Das Gelenk deformiert und wird instabil, was zusätzlich Muskeln und Sehnen belastet.
Symptome
Betroffen sind meist Knie-, Hüftund Fingergelenke. Sie schmerzen, wenn der Patient sie bewegt oder belastet. Ausserdem leiden die Betroffenen unter einer Steifheit des Gelenkes nach einer Ruhepause. Manchmal ist beim Bewegen ein knarzendes Geräusch zu hören. Zusätzlich kann sich das Gelenk entzünden. Es schwillt an und wird warm. Anders als bei der Arthritis breitet sich diese Entzündung aber nicht aus.
Behandlung
Arthrose ist nicht heilbar, man kann aber die Beschwerden lindern. Krafttraining stabilisiert die Gelenke. Wärme und spezielle Massagen lockern die schmerzenden und verspannten Muskeln und Sehnen und verbessern die Beweglichkeit des Gelenks. Medikamente können zudem den Schmerz und die Entzündung lindern. Sind die Beschwerden besonders schlimm, setzt der Chirurg ein künstliches Gelenk ein.
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