Im Mittelalter erhitzte sie die Gemüter. Das zarte, elfenhafte Blümlein, das auch bei uns im Halbschatten wächst, stand im Verdacht, Liebe und Sinnlichkeit entfachen zu können. Ihre Blüten und Samen waren auch Bestandteil zahlreicher Hexensalben. Hatte sich eine Hexe damit eingerieben, sollte sie fähig sein zu fliegen. Auch die Indianer Nordamerikas kannten die Akelei: Sie kochten aus Ginseng, Glimmerde, Schlangenfleisch, Gelatine und Akelei einen Liebestrank. Zudem verwendeten sie die Akelei gegen Geschwüre, Ausschläge und gegen die Krankheit, die man heute als Krebs bezeichnet.
Hildegard von Bingen schrieb über das Kraut: «Die Akelei ist kalt. Und ein Mensch, in dem Anfälle zu entstehen beginnen, der esse rohe Akelei, und die Anfälle verschwinden.» Heute wird die Akelei vor allem in der Homöopathie verwendet. Ihre Extrakte sollen bei Menstruationsbeschwerden, Nervosität, bei Schwächezuständen und gegen verschiedene Hautkrankheiten helfen.
Dauern Beschwerden längere Zeit an, empfiehlt sich ein Untersuch beim Arzt.






























