Für die meisten Menschen sind sie einfach «Gjät». Doch eigentlich haben Disteln ganz viel zu bieten. Das wissen nicht nur Esel, zu deren Leibspeise die wehrhaften Blumen gehören. Ende Sommer blühen vor allem in den Bergen die grossen Disteln. Am bekanntesten ist wohl die Silberdistel. Auf artenreichen Magerrasen zwischen feinen Gräsern und Kräutern schauen die Distelköpfe empor.
Die Silberdistel ist auch als Wetterfee bekannt: Steigt vor einem Regenguss die Luftfeuchtigkeit, beugen sich die silbernen Hüllblätter schützend über das Körbchen voller Röhrenblüten in ihrer Mitte. Die Wurzel enthält aromatisch riechende Öle, die antibakteriell wirken. Früher sammelten die Leute die Wurzeln als Grippe- und als harntreibendes Mittel. Mehr über Silberdisteln, ihre Verwandten sowie über viele weitere Alpenblumen erfährt man im Alpengarten auf der Schynigen Platte im Berner Oberland.






























