Mäusedorn – gegen Venenleiden

Die stachligen Spitzen an den Sprossen des Strauchs wurden angeblich früher von Metzgern besonders geschätzt. Es wird berichtet, dass sie Büschel des Strauchs übers Fleisch legten, um Mäuse von den guten Stücken fernzuhalten; daher der Name Mäusedorn. Die Pflanze liebt Wärme und kommt in der Schweiz vor allem im Wallis und Tessin vor. Die Sträucher werden bis zu 80 Zentimeter hoch.

Die immergrüne Pflanze mit ihren korallenroten Beeren wird auch von Floristen verwendet, um Blumengestecke zu verzieren. Als dem Spargel verwandtes Gemüse wurden die jungen, unterirdischen Sprossen von den Menschen in der Antike gegessen. Im Mittelalter kochte man die Wurzeln und trank den Sud bei «Wassersucht». Heutzutage werden Extrakte des Mäusedornsin Fertigarzneimitteln angeboten. Wirkstoffe der Pflanze helfen offenbar, um Venenleiden zu lindern, um Wadenkrämpfe zu behandeln. Bei Hämorrhoiden vermindern sich Schwellungen und der Juckreiz.

Dauern Beschwerden längere Zeit an, empfiehlt sich eine Untersuchung beim Arzt.

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