Anis und Sternanis
Trotz ähnlicher Namen und Inhaltsstoffe sind die beiden nicht miteinander verwandt. Anis ist ein Doldenblütler, Sternanis die Frucht eines asiatischen Baums. Anissamen schmecken süsslich wie Lakritze. Sternanis duftet wie Anis, aber sein Aroma ist schwerer. Medizinische Wirkung: Beide enthalten den Wirkstoff Anethol, der bei Husten schleimlösend wirkt. Anissamen bekämpfen zudem Mundgeruch, lindern Blähungen und fördern die Verdauung.
Tipp: Kauen Sie ein paar Anissamen, wenn Sie nach dem Essen unter Blähungen oder Völlegefühl leiden.
Ingwer
Als Gewürz wird der frische oder getrocknete Wurzelstock verwendet. Direkt unter der Korkschicht stecken wertvolle ätherische Öle. Darum sollte Ingwer, wenn überhaupt, nur dünn geschält werden. Medizinische Wirkung: Gegen Reisekrankheit, Verdauungsprobleme und Schwangerschaftsübelkeit. Ingwer wirkt wärmend und lindert Erkältung, Husten und Muskelkater.
Tipp: Den Ingwer in Scheiben schneiden, mit heissem Wasser aufgiessen, einen Teelöffel Honig dazu. Heiss trinken.
Vanille
Dabei handelt es sich um die Kapsel der Vanillepflanze, einer Kletterorchideenart. Verwendet wird beim Backen das weiche Mark, das herausgekratzt wird. Medizinische Wirkung: Vanille kurbelt die Produktion von körpereigenen Glückshormonen an, beruhigt die Nerven und wirkt entzündungshemmend.
Tipp: Geben Sie abends ein paar Tropfen Vanilleöl ins Badewasser, danach können Sie entspannt zu Bett gehen.
Gewürznelken
Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums gehörten zu den ersten Handelsgewürzen. Sie haben einen leicht bitteren Geschmack. Gemahlene Nelken sollten wegen ihres intensiven Aromas nur sparsam dosiert werden. Medizinische Wirkung: Das ätherische Öl wirkt betäubend, antibakteriell und hilft besonders gut bei Zahnschmerzen. Es regt zudem die Verdauung an und lindert Blähungen.
Tipp: Schmerzt ein Zahn, hat es sich bewährt, eine Gewürznelke zwischen Zahnfleisch und Lippe zu platzieren und dort einige Minuten einwirken zu lassen.
Kardamom
Das Gewürz gehört zur Familie der Ingwergewächse. Der Geschmack ist süsslich und leicht feurig. Medizinische Wirkung: Lindert Blähungen, Magenkrämpfe und erzeugt eine angenehme Wärme. Kardamom wird auch bei Erkältungen und Beschwerden der oberen Atemwege eingesetzt.
Tipp: Samen im Mörser zermahlen. Ein Teelöffel mit einer Tasse heissem Wasser aufgiessen, zehn Minuten ziehen lassen und trinken. Gut schmeckt auch eine Prise Kardamom im Kaffee.
Zimt
Wird aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums hergestellt. Im alten Ägypten nutzte man ihn zum Einbalsamieren der Toten. Medizinische Wirkung: Zimt wärmt mit seiner süsslichen Schärfe von innen, wirkt antibakteriell und fördert die Darmtätigkeit. Studien zufolge kann er auch den Blutzuckerspiegel senken.
Tipp: Um eine Erkältung zu vertreiben, trinkt man eine Mischung aus einem Teelöffel gemahlenen Zimt mit etwas Cognac und heisser Milch. Nicht zu empfehlen bei Magen- und Darmgeschwüren.
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Anis, Ingwer und Co. – Über die Wirkung und Anwendung von einzelnen Gewürzen.

























