Manche Männer leiden an dem Unvermögen, sich in einem öffentlichen WC zu erleichtern. So sehr sie auch wollen und müssen – sie können nicht. Entweder, weil bereits jemand anwesend ist oder die Möglichkeit besteht, dass sich jemand dazugesellt. Bei Aufregung verkrampft sich die Unterleibsmuskulatur, wodurch sich auch der Schliessmuskel am Harnausgang zusammenzieht.
Schüchterne Blase heisst dieses Syndrom umgangssprachlich, medizinisch Paruresis. Offenbar sind vor allem Männer davon betroffen. Doch Studien haben ergeben, dass auch Frauen das Problem kennen. Wie viele Menschen genau daran leiden, ist unbekannt, das Thema tabu. Die Entleerungsstörung ist psychisch bedingt und eine Form von sozialer Phobie, deren Ausmass von Person zu Person variiert: So, wie manche Menschen vor Publikum keinen Ton herausbringen, kommt bei anderen kein Tropfen.
Zurück zum Dossier Wunderwerk menschlicher Körper
Schüchterne Blase – Warum Mann nicht kann
Die Blase drückt. Der Toilettenbesuch wird dringend und dringender. Doch kaum steht der Mann vor dem Urinal, schaffts nicht ein Tropfen ins Becken. Warum hat Mann eine schüchterne Blase?


























