Patrick Rüegg ist Präsident der Organisation der Arbeitswelt Pferdeberufe OdA und zuständig für die Ausbildung von Pferdefachpersonen und Pferdewarten.
- Ab acht Jahren können Kinder Reitunterricht nehmen.
- Ponyhöfe bieten Kindern unter acht Jahren die Möglichkeit, den Umgang mit Pferden spielerisch zu lernen.
- Voltigieren ist Turnen auf dem Pferd und eine gute Vorbereitung fürs Reiten.
- Zum Unterricht gehören auch das Putzen, Zäumen und Satteln des Pferdes. Eine umsichtige Reitlehrerin nimmt sich Zeit, diese Aufgaben zu erklären. Später können sie von den Kindern selbstständig übernommen werden.
- An der Longe absolvieren die Kinder die ersten 10 bis 20 Reitstunden. Die Reitlehrerin lenkt das Pferd an einem Seil im Kreis. So kann sich das Kind an die Bewegungen des Pferdes gewöhnen. Auch erfahrene Reiter sollten ab und zu in einer Longestunde ihren Sitz verbessern.
- Das Brevet bescheinigt eine Grundausbildung im Reiten und im Umgang mit Pferden. In der Regel kann es nach mindestens drei Jahren Unterricht abgelegt werden.
- Angst kennt jeder Reiter. Wichtig ist, dass die Kinder ihre Ängste äussern dürfen und die Reitlehrerin darauf eingeht.
- Bodenarbeit gehört zur Ausbildung in einem modernen Betrieb. Mithilfe von Bodenarbeit lernen Kinder, das Verhalten eines Pferdes zu verstehen und es mit seiner eigenen Körpersprache zu führen, es beispielsweise anhalten oder rückwärtstreten zu lassen.
- Ordnung und Sauberkeit müssen sein in einem Reitbetrieb. Daran erkennt man seine Qualität. Zur Stallordnung gehören auch Regeln: Sie gewährleisten die Sicherheit von Pferd und Reiter.
- Sattel und Zaumzeug sollten jedem Pferd individuell angepasst und stets gepflegt sein.
- Die Kosten einer Gruppenstunde belaufen sich auf ca. 40 Franken, für Einzelunterricht bezahlt man bis zu 70 Franken. Ein Pferd zu besitzen ist viel teurer: Der Unterhalt kostet bis zu 2000 Franken im Monat.





































