Fernsehserien für Kinder - Sponge Bob Schwammkopf

Beliebt ist der motivierte Burgerbrater bei den Kindern schon lange. Doch was sagt die Expertin dazu?

  • Spongebob Schwammkopf ist stets gut gelaunt und ist sehr sozial.

Um was geht es?
Robert «Sponge Bob» Schwammkopf ist ein gelber, quaderförmiger Schwamm, der in der Unterwasserstadt Bikini Bottom lebt. Zusammen mit seinem Haustier, der miauenden Schnecke Gary, wohnt er in einer Ananas, die als zweistöckiges Haus eingerichtet ist. Neben seiner Arbeit als begabter und motivierter Burgerbrater im Restaurant «Krosse Krabbe» fischt Sponge Bob gerne Quallen, übt sich in Karate und macht gerne Seifenblasen. Zusammen mit seinem Freund Patrick Star, einem schwerfälligen rosa Seestern, und seiner Freundin Sandra «Sandy» Cheeks, dem Eichhörnchen, erlebt der Schwammkopf in der Unterwasserwelt die abenteuerlichsten Geschichten.

Entstehung
Die Figur des Schwammkopfes Sponge Bob wurde vom amerikanischen Meeresbiologen und Zeichentrickfilmer Stephen Hillenburg ins Leben gerufen. Produziert wurde die Serie vom Kindersender Nickelodeon, der sie im Juli 1999 erstmals ausstrahlte. Die Erstausstrahlung auf Deutsch erfolgte drei Jahre später. Die Serie ist vielfach preisgekrönt und umfasst bis heute 8 Staffeln.

Weiteres
Sponge Bob ist mittlerweile zu einer grossen Marke geworden. Neben der Serie gibt es deshalb auch Computerspiele, ein Sponge Pedia und zahlreiche Artikel, die mit dem Schwammkopf versehen sind.  Es gibt sogar einen Pilz http://newswatch.nationalgeographic.com/2011/06/16/weird-wild-spongebob-...), der nach dem Zeichentrickfilm benannt wurde.


Zu guter Letzt
«Sponge Bob Schwammkopf» läuft zurzeit auf Nickelodeon. DVDs sind auf Amazon.de erhältlich.


Das sagt unsere Expertin Prof. Cornelia Biffi*

Kommentar
Der kauzige «SpongeBob», der mit seinem unbeirrbaren Optimismus jede Herausforderung meistert, ist schon seit mehreren Jahren die absolute Lieblingsfigur von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren, wie die Befragung des Internationales Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) aktuell ergeben hat. Die Erklärung des IZI: «Seine Beliebtheit ist durch die positiv naive Art und den kindernahen Humor zu erklären. Dabei setzt der gelbe Schwamm sich auch mit tiefen Kinderthemen wie Selbstüberschätzung, Verlusterfahrung oder den Folgen falscher Vorbilder auseinander. Gerade weil er dies auf so humorvolle Art tut, bietet die Sendung auch Jungen eine Möglichkeit, sich mit schwierigen Themen zu befassen.» Die Serie feiert einen beispiellosen Erfolg, und damit einher geht ein inflationäres Merchandising. An Sponge Bob kommt also niemand vorbei. Auch von Vorschulkindern wird Sponge Bob oft als Lieblingsfigur genannt. Die Medienpädagogin Andrea Holler hat sich in Kindergärten umgehört und die Kinder zu Sponge Bob befragt. Den Mädchen und Jungen gefällt das Aussergewöhliche seines Alltags: er wohnt in einer Ananas, geht Quallen fischen und hat eine Schnecke als Haustier und dass er als Figur witzig und lustig ist. Ausserdem verfügt er über aussergewöhnliche Fähigkeiten: Er kann seine Form und Grösse verändern, sich teilen oder mit Wasser vollsaugen.  Sie erwähnen aber auch, dass er für sein Leben unter Wasser auch auf Kompetenzen angewiesen ist: Er macht den Führerschein und arbeitet in einem Fast-Food-Restaurant. Gerade diese Kombination von Bekanntem und Gewünschtem gefällt den Kindern. Daneben sind auch Patrick und Sandy wichtige Figuren. Patricks klare eindeutige Freundschaft und Beziehung zu Sponge Bob wird von den Kindern oft thematisiert. Sponge Bob und seine Freunde handeln kindertypisch, sind spontan, emotional und impulsiv, und es kommt immer wieder zu Zusammenstössen mit dem mürrischen, genervten Thaddäus, der für die Kinder die Erwachsenenwelt symbolisiert.


Empfehlung
Die Serie Sponge Bob besticht durch den Humor. Ausserdem erleben Kinder für sie interessante Themenbezüge wie Freundschaft, Spass haben, Auseinandersetzungen mit (Erwachsenen-)Regeln und auch eine Prise «Lebensphilosophie». Empfehlen würde ich die Serie ab 7 Jahren, denn die Dialoge sind dann besser verständlich. Zielgruppe der Serie sind Kinder von 6 bis 13 Jahren. Sie eignet sich also gut dazu, wenn Geschwister zusammen fernsehen wollen, was lustiger ist und gemeinsamen Spiel- und Gesprächsstoff bietet.

Als Eltern würde ich so oft wie möglich mit den Kindern mitschauen, dann wird einem Sponge Bob mit der Zeit ganz sympathisch.  Auch ergeben sich über die Serie Anknüpfungspunkte für interessante Gespräche. So lässt sich wunderbar über Sinn und Unsinn von Phänomenen philosophieren, beispielsweise ob ein Feuer unter Wasser (wie bei Sponge Bob) möglich ist ...

Zu guter Letzt
«Sponge Bob Schwammkopf» läuft zurzeit auf Nickelodeon. DVDs sind auf Amazon.de erhältlich.


*Prof. Cornelia Biffi ist Eriehungswissenschafterin und arbeitet als Dozentin für Pädagogik und Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Als Mutter von zwei lebhaften Jungen im Alter von 3 und 7 Jahren kennt sie die Problemstellungen und Fragen rund um Mediennutzung und Erziehung auch aus dem eigenen Familienalltag.



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