Mensch und Maus. So verschieden sind sie gar nicht. Auch ihr Hormonhaushalt funktioniert ähnlich. Die zwei deutschen Gynäkologen Selmar Aschheim und Bernhard Zondek machen sich das 1928 zunutze. Sie spritzen weiblichen Mäusen Morgenurin von Frauen. Waren die Frauen schwanger, enthielt ihr Urin entsprechende Hormone, die auch bei den Mäusen Eizellen reifen liessen. Um das zu überprüfen, mussten die Mäuse getötet werden.
Dieser erste Schwangerschaftstest ist aufwendig und kostet Mäuseleben. Ein idealer Nachfolger ist der Krallenfrosch. Ihn muss man nicht töten, um das Ergebnis des Tests zu erhalten. Bereits 24 bis 48 Stunden nach der Urinspritze laichen die Froschweibchen ab, falls der Urin Hormone einer schwangeren Frau enthält. Bis 1960 hat jede grösser Apotheke solche Frösche, die daher den Spitznamen «Apothekerfrösche» erhalten. Heute gibt es im Handel Schnelltests für zu Hause.
































