Der rote Cuvée Excellence 2007 wurde nun ausgezeichnet. Als einziger Schweizer Wein erhielt er eine Bronzemedaille an der Londoner International Wine & Spirit Competetion.
http://www.selection-pierre.ch
Vor vielen Jahren musste Peter Rahm einen Aufsatz verfassen. Der Titel lautete: «Was ich einmal werden will». Aber der Primarschüler träumte sich nicht in die Rolle eines Piloten oder Lokomotivführers wie alle andern. Er schilderte, wie er dereinst die Arbeiter zu den Tätigkeiten im Rebberg einteilen würde. Es war der Alltag seines Vaters, den er beschrieb. Für den einzigen männlichen Nachkommen der Familie Rahm schien die Laufbahn vorgezeichnet. «Schaut, der Juniorchef », sagten die Arbeiter jeweils, wenn er als Kind in die Kellerei kam. Und als tatsächlich die Berufswahl anstand, lautete die Frage nicht: Was? Sondern: Wie? Sollte er den önologischen oder kaufmännischen Weg einschlagen, um später die Firma zu führen?
«Mir hat die Arbeit rund um den Wein immer Spass gemacht», sagt Rahm, heute 42 Jahre alt und dreifacher Familienvater, «aber irgendwann musste ich mich fragen, ob ich lebe. Oder ob ich gelebt werde.» Spätfrühling im Klettgau. Die Triebe an den Rebstöcken haben kräftig ausgeschlagen, ein sattes Grün überzieht die Hänge rund um Hallau. Das historische Weindorf gehört zum «Schaffhauser Blauburgunderland». 500 Hektaren Reben werden in den 20 Weinbaugemeinden angebaut, an drei von vier Rebstöcken wachsen Blauburgundertrauben. Diese Bezeichnung führt bei Laien oft zu Verwechslungen. Denn mancherorts nennt man den Blauburgunder auch Schwarzburgunder. Oder Spätburgunder. Oder Klevner. Und im französischen Sprachraum heisst die gleiche Traube Pinot noir.
- Seite 1 | 2 | 3 | 4
- Nächste Seite ›























