Frauen und ihre Schönheit. Das ist eine lange und geheimnisvolle Geschichte – in der edle Badezusätze wie Milch und Mandelöl genauso eine Rolle spielen wie unsere Mütter und Grossmütter.
Denn sie waren es, die uns ins Badezimmer mitnahmen, als wir noch ganz klein waren, um uns zärtlich in die Geheimnisse des Badens und Schminkens und in die Kunst der Körperpflege einzuweihen. Und wir? Wir standen mit grossen Augen da, wenn es hiess: «Schau mal, auch Omi legte sich im Bad solche Gesichtsmasken auf – aber sie machte das mit einem Eigelb.»
Einen Schatz von rund tausend Tipps zur Schönheit hat die Zürcher Autorin Erica Matile zusammengetragen. Damit sie nicht vergessen gehen, die Crèmes, Hausmittel und Wässerchen, mit denen unsere Grossmütter es schafften, atemberaubend gut auszusehen.
In Erica Matiles neuem Ratgeber «Hautsache wohl» kommen aber auch viele Frauen zu Wort, die mitten im Leben stehen und für die ein Schönheitsritual auch Erholung vom Alltagsstress und Zeit mit sich selbst bedeutet.
«In einem Mandelölbad kann ich die Seele baumeln lassen», sagt die Basler Moderatorin und Schauspielerin Karin Lanz, die sich einmal pro Woche pflegt wie Cleopatra. Das Rezept für dieses Schönheitsbad stammt von ihrer Hebamme.
Karin Lanz ist eine der fünf Frauen aus «Hautsache wohl», mit denen wir auf der Lenzerheide im Hotel Schweizerhof zwei Tage, die ganz im Dienste der Schönheit standen, verbracht haben. Im grössten Hamam des Alpenraumes, aber auch am Salzwasser-Freibecken und in den stilvollen Hotelzimmern haben wir die Beautytipps der fünf Frauen umgesetzt.
Im Hamam herrschen morgens um um sechs schon 60 Grad. Carmen Meier lacht: «Mir kann die Hitze nichts anhaben, ich bin ein Naturkind», sagt die 60-jährige Kosmetikerin, die aus dem Bündnerland stammt. «Darum wasche ich meine Haare auch nach dem Mondkalender. Also nur an den Lufttagen, damit der Effekt möglichst lange hält.»
Kann eigentlich jede Frau schön sein? «Aber sicher!», meint Erica Matile, die 20 Jahre als Designerin in der Modebranche tätig war und viele Frauen kennenlernte, die von ihrer Schönheit leben. «Schönheit lässt sich nicht kaufen. Jede Frau kann schön sein. Wenn sie Ausstrahlung hat, stolz ist und eigenständig ihren Weg geht.» Das freut uns doch!
Karin Lanz: «Im Sommer brauche ich öfter ein Fussbad mit Salbeiextrakt oder Salbeitee. Das desinfiziert die Füsse. Und so kommt es in Flipflops aus Plastik nicht zu unangenehmen Gerüchen.»
Bea Petri: «Im Winter werden die Nägel gern brüchig, oft auch vom vielen Lackieren. Statt Nagelhärter lieber einen Tropfen Olivenöl auf den Nagel träufeln und erst dann den Lack mit Nagellackentferner abwischen. Das Nagelbett mit Olivenöl einreiben, das macht die Nägel geschmeidig.»
Bea Petri: «Gegen hartnäckigen Schmutz unter den Fingernägeln mache ich Folgendes: Bevor ich mit der Arbeit im Garten beginne, kratze ich mit meinen Fingernägeln über ein Stück trockene Seife. Dabei füllen sich meine Fingernägel mit Seife und verhindern, dass nachher Schmutz und Erde daruntergelangen.
Carmen Meier: «Nach jeder Haarwäsche gebe ich einige Tropfen Odol in einen grossen Becher mit Wasser und spüle damit meine Haare ein letztes Mal. Nicht auswaschen danach! So duften die Haare herrlich, und ich bin von einem unsäglichen Frischegefühl umgeben.»
Eveline Kägi: «Meine Grossmutter war bis ins hohe Alter fast faltenlos. Sie hat sich Gesichtsmasken mit Eiern gemacht. Zuerst verteilte sie das verrührte Eigelb auf ihrem Gesicht und wusch es nach ein paar Minuten mit Luxseife ab. Dann trug sie das geschlagene Eiweiss auf. Sobald es fest wurde, wischte sie es wieder weg. Abschliessend erfrischte sie die Haut mit Gurkenrondellen.»
Irène Nager: «Mein erster Gang morgens führt mich zum Kühlschrank, wo meine Augencrème schön gekühlt auf mich wartet. Sie ist ein Frischekick für meine Augenpartie und weckt mich aus meinem Morgentaumel.»
«Meine Mutter hat das Olivenölund Meersalz-Peeling jeweils an den Füssen angewendet, ich als Teenager dann auch. Bis ich entdeckte, dass es auch für den Körper eine Wohltat ist.»




























