Ein Hoch auf das Hochbeet

Ein Beet auf Tischhöhe vereint viele Vorzüge: Es entlastet den Rücken, verlängert die Saison und gefällt den Pflanzen. Platz dafür ist in jedem Garten.

  • Diese Hochbeete sind aus naturbelassenem Lärchenholz gebaut.
  • Hochbeete gibt es als Fertigbausätze aus Holz, Beton, Granit oder Blech.

Wer glaubt, ein Hochbeet sei allein für alternde Hausgärtner mit Rückenproblemen erfunden worden, der irrt. Klar, schont ein hoch stehendes Beet den Rücken und erübrigt die mühselige Bückerei oder Arbeit in der Hocke. Doch es hat weit mehr Vorzüge. Die Erde in einem Hochbeet wärmt sich im Frühjahr schneller auf und bleibt im Herbst länger warm. Das verlängert die Saison um etwa einen Monat; die Gemüseerträge können bis zu dreissig Prozent höher sein als in einer ebenerdigen Beetanlage.

Und zur Freude der Naturfreunde: Ein Hochbeet gräbt man nicht um. So bleiben die darin gebildeten Bodenlebewesen erhalten. Man lockert ein wenig mit dem Handhäckerli die oberste Bodenschicht. Ausserdem können gesunde Gartenabfälle und Pflanzenreste darin besonders leicht verwertet werden, ebenso Laub und Holzhäcksel. Und durch Zugabe von Humus und Kompost kann der Boden tiefgründig gehalten werden, was tief wurzelnden Pflanzen wie Rettich, Meerrettich und Rüebli behagt.

Weitere Vorteile: Die Zusammensetzung der Erde kann an die Pflanzen angepasst werden. Zudem wird ein Hochbeet von Hunden, Katzen und Schnecken gemieden, auch von Mäusen, weil man darunter ein Drahtgitter auslegt. Die Errichtung eines Hochbeetes ist aber nicht gerade günstig. Ausserdem lässt es sich nicht ohne weiteres wieder abbauen.

Anleitung für den Bau eines Hochbeetes

  • Hochbeete sind als Fertigbausätze in verschiedenen Materialien, Varianten und Grössen im Handel erhältlich.
  • Die Umrandung kann aus Holz bestehen, am besten aus lange haltbarem Lärchenholz. Naturbelassenes Holz ist nur beschränkt haltbar, und bei imprägniertem Holz können Chemikalien in den Boden gelangen. Lange halten Granit-, Beton- oder Blechumrandungen.
  • Aufgestellt wird das Hochbeet an sonniger Lage in Nord-Süd-Ausrichtung, je nach Körpergrösse zwischen 70 und 90 cm hoch. Die Breitseite sollte, damit man überall hinreichen kann, höchstens 120 cm lang sein. Die Länge ist beliebig.
  • Ein Hochbeet direkt auf die Erde stellen, besser noch ist ein Plattenboden. Das Sickerwasser muss jedoch abfliessen können. Auf den Grund kommt ein engmaschiges, rostfreies Maschendrahtgeflecht, z. B. Kaninchengitter, das an allen Seiten etwas die Wände hinaufgezogen wird, um das Eindringen von Kleintieren, insbesondere von Mäusen, zu verhindern. Die unterste Schicht wird mit Ästen, Reisig und/oder Holzhäcksel belegt. Darauf kommt ein rund 20 cm hohes Gemisch aus Erde, Laub, Pflanzenresten und Pferdemist. Darüber etwa 20 cm grober Kompost. Am Schluss rund 40 cm hoch mit Garten- und Komposterde auffüllen.
  • Bei Aussaat oder Pflanzung darauf achten, dass die hohen Pflanzen in der Mitte stehen, die niedrigen am Rand. In einem Hochbeet gedeihen vor allem Gemüse und Kräuter gut. Es lässt sich aber auch mit mehrjährigen Stauden bepflanzen.
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