Es wird nicht zu überhören sein: Wenn am 26. November der St. Nikolaus in der Obwaldner Gemeinde Giswil Einzug hält, marschieren 13 junge Männer, begleitet von 5 Fackelträgerinnen, hinter den Chläusen, Schmutzlis und Eseln her. Die Äntlibuecher-Heimat Trychler schwenken 8 bis 14 Kilo schwere Kuhglocken im Arm, deren Geläut ohrenbetäubend von den Hauswänden hallt. Wer genau hinhört, wird in der Kakofonie eine Harmonie erkennen. «Wir versuchen die verschiedenen Tonlagen so aufeinander abzustimmen, dass eine urchige Melodie entsteht», erklärt Präsident Roger Felder, der mit seinen 25 Jahren zu den älteren Semestern der Truppe gehört. «Unser Durchschnittsalter ist 21 Jahre», sagt er stolz. «Damit sind wir die jüngste Trychler-Gruppe weit und breit.»
Einmal im Monat kommen sie zusammen, um sich auf die Adventszeit einzustimmen, den Höhepunkt der Saison. Sobald der Samichlaus seine Geschichten erzählt, Nüsse und Mandarinen verteilt und die Kinder ins Bett geschickt hat, packen sie ihre Treicheln ein, holen das Schwyzerörgeli hervor – und dann geht, mit Glühwein und Würsten vom Grill, das Fest erst richtig los. Man kann die Heimat-Trychler auch für private Anlässe buchen. «Gratis», schmunzelt Felder, «solange wir nicht verhungern und verdursten müssen!»
























