Schachgesellschaft Zürich

Kampf um den König

  • Präsident Christian Issler (hinten, Mitte) mit Schachkollegen.

Unter den hundert Mitgliedern der Schachgesellschaft Zürich ragt so manche Legende heraus – Werner Hug etwa, der frühere Junioren-Weltmeister, oder Yannick Pelletier, amtierender Schweizer Meister, zudem sechs Grossmeister, darunter der zweifache frühere Vize-Weltmeister Viktor Kortschnoi – «ein Paradiesvogel, der auch mit beinahe 80 Jahren für diesen Sport lebt», schwärmt Präsident Christian Issler. «Viktor ist der Maradona der Schachwelt.»

Die Schachgesellschaft Zürich, gegründet 1809, ist der mit Abstand älteste Schachclub der Welt; entsprechend spektakulär wurde vor Jahresfrist das 200-Jahr-Jubiläum zelebriert: In der Bahnhofshalle traten alle acht noch lebenden Weltmeister sowie Judit Polgar, inoffizielle Weltmeisterin, simultan gegen 200 Herausforderer an. «Ein solches Turnier», sagt Issler, «hat die Schachwelt noch nicht gesehen!» Dem 62-jährigen Kinderarzt, Grossmeister im Fernschach, liegt die Förderung der Jugend am Herzen. Als Coach führt er sein Team gegen den Erz-rivalen Reichenstein Basel an, wenn die Zürcher am 6. und 7. November in Luzern den Titel in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft verteidigen: «Wir haben nur zwei Punkte Vorsprung; es wird sehr spannend werden!»

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