Neun Jahre sind vergangen seit dem Grounding. Die Flugzeuge blieben am Boden, die Stimmen der Swissair aber sind bis heute nicht verstummt. Swissair Voices, einer von vielen Vereinen, die im Schosse der Airline florierten, haben die Turbulenzen überstanden und singen unverdrossen ihre Lieder – Gospels, Klassik, Operetten, Folklore, Schlager. «Das Repertoire umfasst das ganze Spektrum», sagt Präsidentin Vreni Kämpf. «Nur jodeln können wir nicht.» Der Chor, 1993 von Fluginstruktor Erwin Fuchs gegründet, vereinte in den besten Zeiten 60 Piloten, Flight Attendants, Techniker; nach dem Grounding waren es nur noch gut halb so viele. «Und heute», freut sich Gründungsmitglied Vreni Kämpf, «sind wir wieder 50.» Ihre Bereitschaft, vor sechs Jahren das Präsidium zu übernehmen, hat dem Chor Auftrieb gegeben. «Die Swissair haben wir im Namen behalten: Der verbindende Geist, der einst die Firma prägte, beflügelt noch immer. Aber wir haben uns geöffnet: Heute kann jeder und jede bei uns mitsingen.»
Derzeit wird eifrig geprobt: Am 23. und 24. Oktober sind die Swissair Voices an der Operetten-Gala in Winterthur zu hören. Und im Dezember reisen sie ins böhmische Cesky Krumlov. Und singen auch tschechische Lieder.
























