Die Antwort auf Fast Food (schnelles Essen) ist alles andere als langsam: Mit Slow Food ist eine weltweite Bewegung entstanden, die sich der naturgerechten und lustvollen Ernährung verpflichtet. In 130 Ländern haben sich mehr als 100 000 Bio-Gourmets in nationalen Vereinen zusammengeschlossen, um eine neue Esskultur zu fördern. Das Vereinsleben spielt sich in den 750 regionalen Convivia ab. Das Convivium Zürcher Oberland mit über 200 Mitgliedern ist eine von 17 Schweizer Slow-Food-Anlaufstellen. «Noch vor 50 Jahren haben die Menschen 70 Prozent ihres Geldes fürs Essen ausgegeben», rechnet deren Präsident Markus Baumgartner vor. «Heute sind es 5 Prozent. Das zeigt, wie achtlos wir mit dem umgehen, was wir uns täglich einverleiben.»
Slow-Food-Gemüse wächst in der Region, und Slow-Food-Fleisch stammt aus artgerechter Tierhaltung. Slow Food gedeiht ohne Düngemittel, bleibt ohne Konservierungsstoffe frisch, und die Produzenten werden fair entlöhnt. Mit dem Jahresbeitrag von 120 Franken werden regionale Spezialitäten gefördert und Publikationen finanziert. «Ökologie und Gesundheit ist gut und recht», schmunzelt Baumgartner. «Vor allem aber muss es gut schmecken!»
























