Das grosse Buch der klassischen Tierporträts

Ist das nicht ein Vermeer? Oder ein Rembrandt? Der kroatische Künstler und Kinderbuchautor Svjetlan Junakovic eröffnet dem staunenden Betrachter das bislang unbekannte Genre des klassischen Tierporträts.

  • Svjetlan Junakovics Verfremdung von Tizians «Bildnis eines jungen Mannes».

«Das Nashorn bestand darauf, dass der Maler seine Nase verkleinerte, um es jünger und schöner wirken zu lassen», weiss Svjetlan Junakovic zu berichten. Der Maler habe dieses nicht ganz einfache Problem schliesslich nur dadurch lösen können, indem er das Nashorn im Halbprofil zeigte. Ganz ernst ist das natürlich nicht gemeint. Der kroatische Künstler und Kinderbuchautor Svjetlan Junakovic hat in «Das grosse Buch der klassischen Tierporträts» mit Liebe zum Detail und viel Humor berühmte Gemälde der Kunstgeschichte parodiert.

In seiner Version eines Selbstbildnisses von Albrecht Dürer ist ein stolzer Löwe zu sehen. Vermeers «Mädchen mit dem Perlenohrring » ist bei ihm ein hübsches Schaf. Und der  Renaissance-Maler Tizian lieferte die Vorlage für das hier gezeigte Nashorn.

Für alle, die es noch etwas genauer wissen wollen, finden sich im Anhang Abbildungen und Daten der Meisterwerke, die Junakovic zu seinen Tierporträts inspiriert haben. Das Buch, mit dem man auch Kindern die Welt der klassischen Malerei nahebringen kann, wurde 2008 beim Bologna Ragazzi Award und mit dem Premio Andersen für das beste Bilderbuch ausgezeichnet.

DAS BUCH
Svjetlan Junakovic, «Das grosse Buch der klassischen Tierporträts», Antje Kunstmann Verlag, 27.90 Fr.

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