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Sensationell», jauchzt Francine Jordi auf der Bühne in der Tennishalle Mogelsberg SG, wo im Anschluss an den 4. Nationalen Wandertag der «Schweizer Familie» ein grosses Fest mit Marktständen und viel Musik stattfindet. Die Berner Schlagersängerin ist begeistert: über die Stimmung, die Landschaft im Neckertal, die vielen Kinder, die von der ersten Minute an mitmachen.
Überglücklich ist auch Daniel Dunkel, Chefredaktor der «Schweizer Familie». Am vergangenen Samstagabend bedankt er sich bei den 1700 Wanderern und Festteilnehmern, dem Organisationskomitee um Gemeindepräsidentin Vreni Wild und 200 freiwilligen Helferinnen und Helfern aus der Region. Auf drei verschiedenen Routen sind die Menschen nach Mogelsberg unterwegs. Mit dabei auch Schauspieler Beat Schlatter, Sängerin Sina und Bestsellerautorin Corinne Hofmann.
Zusammen mit einem Dutzend Freunden und unzähligen Wanderern macht sich der Schauspieler vom Reithof Neckertal in Brunnadern auf den Weg nach Mogelsberg. Unter ihnen ist auch Ehefrau Mirjam Fischer und Bühnenkollegin Anet Corti. Die Schauspielerin und Komödiantin wandert regelmässig. «Ich gehe überall gerne hin», sagt sie und bemerkt, dass sie normalerweise nicht in Jeans wandert. Beat Schlatter ist mit goldenen Turnschuhen und einer kleinen Umhängetasche unterwegs.
Den Rucksack trägt seine Frau Mirjam Fischer. Wenn schon die Ausrüstung eher nach einem Spaziergang aussieht, dann sollte es wenigstens nicht an der Vorbereitung fehlen. «Ich bin die Route gestern schon abgelaufen», scherzt der Schauspieler. In Wahrheit kennt er die Region kaum. «Sie ist leider eine Gegend, die wir Zürcher gerne vergessen. Deshalb bin ich an den Wandertag gekommen.»
Der Bäuerinnenchor singt vor der Schindelfassade des Gasthauses Traube seinen Silo-Ballen-Blues, Mädchen in Toggenburger Werktagstrachten wieseln mit Nussgipfeln und Salattellern zwischen den Tischen herum, in der Wiese gönnt sich ein Wanderer eine Siesta. Und im Hintergrund zeigt sich auch schon das Ziel: die Häuser und der Kirchturm von Mogelsberg.
Während die inzwischen ziemlich zerstückelte Wandergruppe ihrem Ziel immer näher kommt, startet Sina um drei Uhr in Mogelsberg für die gemütliche einstündige Rundwanderung. «Es ist eine charmante Art, sich so für ein Konzert aufzuwärmen», sagt die Sängerin, die später zusammen mit ihrer Band zum Abschluss des 4. Nationalen Wandertags der «Schweizer Familie» aufspielen wird. Normalerweise gehe sie vor einem Auftritt laufen oder schwimmen.
Stattdessen mit Kindern und freundlichen Menschen eine kleine Wanderung zu machen, sei eine gute Alternative. Auch die dritte prominente Wanderpatin, Corinne Hofmann, Autorin des Bestsellers «Die weisse Massai», hat nur lobende Worte für den Anlass. Die passionierte Wanderin ist auf der langen Route von St. Peterzell über Dicken nach Mogelsberg unterwegs. Nicht nur tragen ein paar hartgesottene Fans Hofmanns Bücher im Rucksack mit, um sie in der Signierstunde unterschreiben zu lassen - die Gruppe hat gar Begleitung aus Asien: Zwei Touristinnen aus Taiwan entdeckten den Anlass im Internet und nahmen kurz entschlossen auch an der Wanderung teil.
Für Aufsehen sorgt Kurt Müller aus Wattwil. Neugierigen Mitwanderern erklärt er ausführlich, was sein selbst gezimmertes Räf alles kann, eine Holztrage, die einst zum Transport von Käse und anderen Dingen gebraucht wurde. Seine Version entpuppt sich als mobile Bar mit Appenzeller Alpenbitter und den dazugehörigen historischen Gläsern.
Auf dem Festgelände gibt es eine Gelegenheit, den Tag schon vor dem Abend unvergesslich zu machen: Vor Ort knipst ein Fotograf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ihre Bilder können, gestaltet als «Schweizer Familie» - Titelseite, im Internet heruntergeladen werden. «Wir waren dabei», steht darauf geschrieben. Hoffentlich auch nächstes Jahr wieder, um einen neuen schönen Flecken Schweiz zu entdecken.























