Unsere Bergbeizen: Berggasthaus Heimeli

Roger Waldmeier vom Berggasthaus Heimeli weiss, wie er Wanderherzen höher schlagen lässt.

  • Bis zum «Heimeli» auf 1831 Metern Höhe braucht man zu Fuss von Langwies her zwei Stunden. Seine Küche hat sich nicht nur unter W
  • Roger Waldmeier mit einer seiner Spezialitäten: Dem «Heimeli-Teller». Aber auch das Rindssteak mit Pommes frites ist sehr zu emp
  • Rindssteak und Pommes frites sind sehr empfehlenswert.

Wacker kurvt und quietscht das Aroserbähnli das enge Schanfigg hoch. Atemberaubend der Tiefblick in Tobel und Schluchten, wo die Plessur talauswärts schäumt. In Langwies steigen wir aus und gehen zum Dorf hoch. Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert lassen wir links liegen. Uns zieht es in höhere Gefilde
– dem Gastwirt des «Heimeli» haben wir nämlich versprochen, noch vor Mittag oben zu sein.


Rustikaler Komfort

Es ist Sonntag, und wir wissen: Bei schönem Wetter ist das Bergrestaurant immer gut gefüllt. Kein Wunder, haben sich die leckeren Spezialitäten des «Heimeli» doch längst herumgesprochen. Vorderhand warten aber 400 Höhenmeter und zwei Stunden Marsch auf uns. Vorbei an der alten gedeckten Holzbrücke, wo der Weg nach Fondei und Duranapass abzweigt. Auf 1700 Metern Höhe entlässt uns der Wald auf schöne Bergwiesen. Anfang Mai oder Juni wartet hier eine prächtige Flora. Aber auch die Walsersiedlungen Dörfji und Schmitten bezaubern mit ihren stolzen, sonnenverbrannten Häusern. Punkt halb zwölf sitzen wir mit Gastwirt Roger Waldmeier an einem Tisch im «Heimeli», einem alten Holzhaus aus dem 18. Jahrhundert.

Der aus dem zürcherischen Stäfa stammende Waldmeier kocht mit Freude und Leidenschaft, das merkt der Gast sofort. Uns fällt die Wahl zwischen Rindssteak mit Pommes frites und Salat oder Hirschpfeffer mit Spätzli und Rotkraut schwer. Und da wäre noch eine Bruschetta «Spezial», ein überbackenes
Käsebrot mit geraspelter Tomate. Ein Hochgenuss! Zum Dessert dann ein Marroni-Mousse im Sektglas, schön garniert mit Fruchtschnitzen.

Waldmeier verwendet so weit wie möglich einheimische Produkte: Wild stammt aus dem Tal, der Käse von den umliegenden Maiensässen und Alpbetrieben.
Eine kleine Warnung sei hier angebracht: Wer der verführerischen Speisekarte erliegt, wird später bei den 600 Höhenmetern am Strelapass büssen …


Das Wichtigste in Kürze

Berggasthaus Heimeli
Gourmet-Überraschung am Strelapass
Sapün/Langwies GR (1831 m ü. M.)

Teller: Bruschetta, Älplermakaronen, Zanderknusperli, Wild, diverse Desserts
Wanderzeiten: Langwies–Heimeli/Sappün: 2 Std.; Heimeli–Strelapass–Davos (Schatzalp): 2½ Std.
Übernachten: 36 Plätze: 4 Doppelzimmer (m. Lavabo u. Etagendusche) sowie 4 Siebner-Massenlager (Duschgelegenheit). Doppelzimmer mit Frühstück 60 Fr./Person; Massenlager: Mit Frühstück 43 Fr./Person; Kinder bis 12 Jahre mit Frühstück 30 Fr.
Öffnungszeiten: Täglich (geschlossen im Mai und im November) Roger Waldmeier, 7057 Langwies Tel. 081 374 21 61 www.heimeli.ch

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