Sie waren noch nie geflogen, hatten noch nie eine Grossstadt besucht. Für die vier Kinder aus dem Luzerner Napfgebiet war die Reise nach Berlin Anfang Februar ein Ereignis. Dass sie zudem an der Berlinale, einem der wichtigsten Filmfestivals der Welt, über den roten Teppich schreiten durften, ist für Laura Röösli, 8, Julia und Carolin Vogel, 9 und 11, und Thomas Bucher, 11, schlicht «megacool».
Die vier Kinder gehören zu den fünfzig jungen Hauptakteuren im Dokumentarfilm «Die Kinder vom Napf» von Regisseurin Alice Schmid, 60. Ihr Film, der das Leben der Kinder im Herzen der Schweiz zeigt, war an der Berlinale für einen Gläsernen Bären nominiert. Nach den ausverkauften Vorstellungen stahlen die Kinder der Filmemacherin gehörig die Show: Sie musizierten, gaben Autogramme und Interviews. Schlitzohr Thomas, der in seiner Freizeit Mäuse fängt, brachte eine Mäusefalle mit in den Saal – und behauptete vor den tausend Zuschauern, ihm sei gerade die Maus entwischt. In Zukunft wird der Film an weiteren
Festivals und im Kino in Deutschland, Österreich und Dänemark zu sehen sein. Für Alice Schmid ein Erfolg. Die grösste Ehre jedoch sei, «dass die Kinder
in Berlin so gut angekommen sind – sie waren die Stars der Berlinale».
Wer den Film noch nicht gesehen hat, der hat beispielsweise am Filmfestival in Schaffhausen die Möglichkeit, dies nachzuholen. Der Film läuft am Samstag, 24. März um 13.45 Uhr in der Kammgarn Schaffhausen.
































