Der Promi-Jahresrückblick

Freundschaften immer wieder neu erleben und auch im Erfolg bescheiden bleiben: Hans Erni, Xherdan Shaqiri, Micheline Calmy-Rey, Florian Ast, Francine Jordi
und sieben weitere Persönlichkeiten erzählen, was sie 2011 gelernt haben.

  • Musikerin Florian Ast und Sängerin Francine Jordi

Irina De Giorgi, 21, Miss Earth Schweiz
«Vor einem Jahr erhielt ich auf der Strasse einen Prospekt hingestreckt: Ob ich an der Schweizer Wahl der Miss Earth teilnehmen wolle. Das ist ein Schönheitswettbewerb der Vereinten Nationen, bei dem es nebst dem Aussehen um humanitäre Hilfe und Umweltschutz geht. Das finde ich gut, das passt zu mir. Beauties for a cause, lautet das Motto von  Miss Earth: Schönheiten für einen Zweck. Ich sagte also zu, musste aber wie alle andern zur Vorauswahl. Und flog raus. Als Fünfzehnte. Ich hatte den Final um einen Platz verpasst. ‹Macht nichts›, dachte ich, ‹der Weg ist das Ziel.› Dann aber nominierte mich Miss Earth Schweiz zur Wahl nach, weil eine der vor mir platzierten Finalistinnen ausgefallen war. Ich setzte mir zum Ziel, unter die ersten sechs zu kommen. Doch ich gewann den Titel. Wow! Da dachte ich: ‹Nicht der Weg, sondern der Umweg ist das Ziel.› Damit meine ich: Es ist in Ordnung, dass mein Leben anders verläuft, als ich es mir vorstelle, solange ich versuche, meine Chancen zu nutzen. Am 3. Dezember war ich als Miss Earth Schweiz mit neunzig weiteren Teilnehmerinnen auf den Philippinen an der Wahl zur internationalen Miss Earth. Diesmal setze ich mir einen Platz im Halbfinal als Ziel. Es hat nicht gereicht. Weg war das Ziel. Macht nichts.»


Micheline Calmy-Rey, 66, alt Bundesrätin und Aussenministerin
«Neun Jahre Aussenpolitik liegen hinter mir. Intensive, um nicht zu sagen hektische Jahre. Dieses Jahr mit Schuldenkrisen, Revolutionen und Umweltkatastrophen. Aus dieser Vielzahl dramatischer Ereignisse greife ich Fukushima heraus. Nicht, dass man zuvor keine Vorstellung eines solchen Reaktorunglücks gehabt hätte. Doch das verkettete Desaster vom 11. März aus Erdbeben und darauffolgendem Tsunami in einem führenden Land der westlichen Welt hat mir und, wie ich glaube, den meisten in der Schweiz vor Augen geführt: Die absolute Sicherheit gibt es nicht. Der Bundesrat beschloss dann den schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft. Das muss möglich sein. Indem wir Energie mit neuen Technologien gewinnen und effizienter nutzen.»



Xherdan Shaqiri, 20, Fussballprofi

«Ich habe schon früh gelernt, dass man im Leben nie auslernt, egal, wie jung oder alt man ist. Auch 2011 war für mich beruflich und menschlich sehr lehrreich. Bei mir ist in den letzten Jahren alles sehr, sehr schnell gegangen, fast über Nacht bin ich so etwas wie ein Star geworden. Das musste ich zuerst einmal einordnen. Ich denke, das ist mir dank des guten Umfeldes in meiner Familie und beim FC Basel gut gelungen. Menschlich habe ich dieses Jahr drei Sachen gelernt: Dass man gerade im Erfolg bescheiden bleiben muss. Dass einen manche Medien rasch hochjubeln, aber ebenso rasch wieder runterholen können. Und dass für viele Fans die Emotionen im Fussball tatsächlich sehr, sehr wichtig sind. Gerade beim FCB, gerade in Basel. Beruflich habe ich neben vielen Erfolgen mit dem Meistertitel des FCB und den tollen Spielen in der Champions League lernen müssen, dass zum Fussball auch Niederlagen gehören. Wie mir das mit der Nationalmannschaft während der Qualifikation zur Europameisterschaft passiert ist. Doch habe ich einen optimistischen Charakter, mich werfen Rückschläge nicht um.»

Francine Jordi, 34, Sängerin, und Florian Ast, 36, Musiker
«Florian Ast: Wir sind Solokünstler. Francine Jordi: Zwei Einzelkämpfer. Ast: Vor unserer gemeinsamen CD hat jeder von uns allein entschieden. Jetzt müssen wir aufeinander eingehen. Jordi: Offen sein für die Art des andern und seine Vorstellungen annehmen. Nur so ist eine solche Teamarbeit spannend und interessant. Ast: Man muss aufeinander achten. Jordi: Ohne sich einander zu sehr anzugleichen. Wir haben gelernt, dass wir beides können: als Team arbeiten und trotzdem uns selber bleiben. Ast: Obwohl wir schon beim Auswählen der Lieder für die CD erlebten, wie verschieden wir sind. Jordi: Nein, schon beim Hören der Lieder, die du bereits geschrieben hattest. Ast: Ich musste Texte umschreiben, weil sie dir nicht gefielen. Das mochte ich nicht. Ich musste lernen, jemanden mitentscheiden zu lassen. Jordi: Ja, ich habe viel argumentiert. Ast: Anfangs  schmerzte mich die Kritik. Jordi: Das verstehe ich. Du hast dein Bestes geben wollen, und dann gefällt es mir nicht. Ast: Nur kritisieren finde ich nicht richtig, das ertrage ich schlecht. Dann frage ich: ‹Hast du eine bessere Idee?› Und fordere ein Gegenargument, wie es sein soll. Jordi: Das finde ich komisch, dass du ein Gegenargument erwartest.Ast: Ich möchte einfach, dass sich der Kritiker überlegt, was genau er nicht gut findet. Schliesslich habe ich mir beim Schreiben des Liedes auch etwas überlegt. Jordi: Aber während Tagen oder noch längerer Zeit, nicht von einer Sekunde auf die nächste. Genauso wenig kann ich jedes Mal sofort sagen, was anders sein soll. Manchmal habe ich einen Vorschlag, manchmal nicht. Trotzdem kann ich sagen, dass mir etwas nicht gefällt. Ast: Manchmal überlege ich beim Schreiben ja gar nicht so viel, manchmal folge ich einfach einer Intuition. Wie bei der ‹Träne›, die ich für unsere CD neu arrangiert habe, vom Viervierteltakt in einen Sechsachteltakt. Jordi: Von einem Marsch in einen Walzer. Ast: Was dir gar nicht gefiel. Jordi: Anfangs nicht, nein. Ich weiss noch, wie wir das erste Mal mit der ‹Träne› auftraten, 2002 im ‹Benissimo›. Wir harmonierten überhaupt nicht. Du hattest das Lied getextet, komponiert, arrangiert. Dazu passte unser Auftritt: Du machtest, was du wolltest, ich machte, was ich wollte. Wir traten nebeneinander auf, nicht miteinander. Ast: Jetzt treten wir ganz anders auf: miteinander statt nebeneinander. Jordi: Statt gegeneinander. Damals war es ein Duell, jetzt ist es ein Duett. Ast: Oder sogar ein Trio: du, ich und wir gemeinsam.»

Gabriela Manser, 49, Geschäftsleiterin der Mineralquelle Gontenbad
«Seit über drei Jahren planen wir ein siebenstöckiges Gebäude, das zu je einem Teil auf dem Gelände des Altersheims und auf dem Areal der Mineralquelle stünde. Büros für 12 unserer Angestellten in den unteren Etagen, darüber eine Altersresidenz mit 12 Wohnungen. Zwei Welten, die sonst getrennt sind, lebten übereinander, miteinander. Das finde ich spannend. Das diamantförmige, 21 Meter hohe Gebäude würde das Aussehen von Gontenbad verändern, es fiele in Appenzell Innerrhoden auf wie die Monte-Rosa-Hütte in den Walliser Alpen. Kein Wunder, gab es Einsprachen. Nun sollten wir miteinander reden, verhandeln, doch sind Gespräche noch schwierig. Ich habe gelernt: Kritik braucht Zeit zum Gären. Für die Einsprechenden und für mich. Bis zum Baubeginn werden mindestens drei weitere Jahre vergehen. Oder noch mehr. Ich brauche Geduld. Ausdauer habe ich, Geduld weniger. Doch habe ich gelernt, nicht alles allein bestimmen zu können, einen Teil der Kontrolle aus den Händen zu geben. Das fiel mir anfangs schwer, inzwischen nehme ich es hin.»

Michael «Mike» Schmid, 27, Skicrosser
«Das linke Kreuzband riss im Winter 2008, es wurde am offenen Knie operiert. Im Juni 2010 riss es wieder, es wurde wieder am offenen Knie operiert. Sommer, Herbst und die meiste Zeit des Winters war ich in der Reha: Beweglichkeitstraining, Krafttraining, Ausdauertraining. Kaum war die Reha zu Ende, ich hatte noch keine zwanzigmal auf den Skiern  gestanden, riss im Februar dieses Jahresdas rechte Kreuzband. Es wurde am offenen Knie operiert. Danach wieder Reha, wieder zu Hause gefangen, monatelang. Wollte ich etwas zu essen holen, humpelte ich mit den Krücken in die Küche, am Rücken einen Rucksack. In den packte ich das Essen, zog ihn wieder an und humpelte zurück ins Bett oder ins Wohnzimmer. Tragen konnte ich nichts. Vieles, was zuvor selbstverständlich gewesen war, war jetzt umständlich bis unmöglich. Damals wurde mir klar: Gesundheit bedeutet vor allem Unabhängigkeit. Das Kreuzband heilte gut, doch die Naht vernarbte, ich konnte das Bein nicht mehr strecken. Deshalb wurde letzten Sommer nochmals operiert, diesmal  arthroskopisch, ohne das Knie zu öffnen. Seit Dezember trainiere ich wieder, ohne Schmerz. Wieder unabhängig. Diese Unabhängigkeit habe ich während der letzten eineinhalb Jahre mehr schätzen gelernt.»

Sabina Schneebeli, 48, Schauspielerin
«Ich fahre einen Seat Exeo ST, einen Kombi. Als mich die Autofirma zum Fahr- und Sicherheitstraining nach Anneau du Rhin im Elsass einlud, dachte ich: ‹Ist das nötig? Ich fahre seit bald dreissig Jahren unfallfrei.› Und doch ging ich hin. Wir übten Vollbremsen, Hindernissen auszuweichen und Kurven fahren. Alles in extremis. Wir mussten mit hohem Tempo auf Absperrkegel zufahren und im letztmöglichen Moment das Steuerrad herumreissen. Mal gelang es mir, die Kegel zu umfahren, mal spickten welche fort. Diese Übung verlangte von mir, was mir mein Beruf verbietet: Sowohl früher als Tänzerin als auch jetzt als Schauspielerin muss ich über meine Grenzen hinauswachsen. Sonst entwickle ich mich nicht weiter. Bei diesem Ausweichmanöver hingegen lernte ich, meine Grenzen zu finden. Sonst fuhr ich in die Absperrkegel. Anders gesagt: Ich verunfallte. Theoretisch zumindest. Zuletzt durften sich die über zwanzig Teilnehmer mit ihren Autos auf der vier Kilometer langen Rennstrecke ein Rennen liefern, wobei sie die jeweils optimale Linie fahren mussten. Ich wollte bloss eine Runde drehen, fuhr dann aber zwölf. Weil ich die Ausfahrt nicht fand.»

Maya Wirz, 50, Sängerin
«Wer A sagt, muss auch B sagen. Im Sinn und Geist dieses Satzes bin ich erzogen worden. Die starre Logik, dass auf A nur B folgen kann, hat mich geprägt: Habe ich mir etwas vorgenommen, will ich es erledigen, sonst fühle ich mich unwohl. Und wenn ich es begonnen habe, will ich es beenden, sonst empfinde ich das nicht Beendete als Verlust. Da bin ich bisweilen ziemlich verbissen, fast starrsinnig. Heute noch, wenn auch seit Oktober deutlich weniger. Damals flog ich mit einer Kollegin nach New York in die Ferien. Zwei Grünschnäbel in Manhattan. Für uns war schon das Fahren in der U-Bahn ein Abenteuer. Noch abenteuerlicher war die Tatsache, dass wir einander kaum mehr kannten als Manhattan. Sie ist offen und spontan, sie wollte sich durch diese riesige Stadt treiben lassen. Ich wollte von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, wollte alles sehen, was man gesehen haben muss. Am zweiten Tag lagen wir uns in den Haaren. Dann tat es uns leid, und wir versöhnten uns wieder – wie Teenies. Weil wir beide aufeinander angewiesen waren, beschloss ich, mich während unseren zwei Wochen in Manhattan mehr auf meine Kollegin einzulassen. Ich musste mich überwinden, doch habe ich so erfahren: Es kann wertvoll sein, nicht den Weg zu gehen, den ich habe gehen wollen, weil ich so Unerwartetes erlebe, das Freude bereitet. Seither nehme ich es gelassener, wenn etwas anders läuft als geplant. Das Geplante erreiche ich später. Oder auf anderem Weg. Das ist mir klar geworden. Wer A sagt, muss nicht B sagen, man kann auch Z sagen. B kann warten.»

Hans Erni, 102, Kunstmaler
«Wer ein so biblisches Alter erreicht wie ich, dem sterben die Freunde davon. Ich habe viele Freunde verloren, in der Schweiz und im Ausland. Die Begegnungen mit ihnen fehlen mir. Doch ich muss sagen: Ich leide nicht unter dem Verlust. Weil mir von den Begegnungen mit diesen Menschen etwas Wichtiges zurückbleibt. Im besten Fall haben sie dazu beigetragen, dass ich menschenwürdiger lebe. Mit der Menschenwürde ist es wie mit dem Wassertrinken: Ich trinke es, weil ich davon habe und es ein Genuss ist, Wasser zu trinken. Wenn ich beim Trinken aber an jene Menschen denke, die kein Wasser haben, dann handle ich menschenwürdig. Weil alle Menschen gleich wertvoll sind. Ich glaube, so ist es auch mit meinen verstorbenen Freunden: Wenn ich an sie denke, würdige ich sie. In diesem Sinn lebe und arbeite ich jeden Tag. Ich erlebe neue Freundschaften und bestehende Freundschaften immer wieder neu. In jeder Begegnung mit ihnen. Ich würde sagen, Begegnungen sind wie Jahreszeiten: Kommen sie auch immer wieder, so kommen sie doch jedes Jahr anders. Und jedes Jahr nehme ich sie anders wahr. ”Wer ein so biblisches Alter erreicht wie ich, dem sterben die Freunde davon. Ich habe viele Freunde verloren, in der Schweiz und im Ausland. Die Begegnungen mit ihnen fehlen mir. Doch ich muss sagen: Ich leide nicht unter dem Verlust. Weil mir von den Begegnungen mit diesen Menschen etwas Wichtiges zurückbleibt. Im besten Fall haben sie dazu beigetragen, dass ich menschenwürdiger lebe.Mit der Menschenwürde ist es wie mit dem Wassertrinken: Ich trinke es, weil ich davon habe und es ein Genuss ist, Wasser zu trinken. Wenn ich beim Trinken aber an jene Menschen denke, die kein Wasser haben, dann handle ich menschenwürdig. Weil alle Menschen gleich wertvoll sind. Ich glaube, so ist es auch mit meinen verstorbenen Freunden: Wenn ich an sie denke, würdige ich sie.
In diesem Sinn lebe und arbeite ich jeden Tag. Ich erlebe neue Freundschaften und bestehende Freundschaften immer wieder neu. In jeder Begegnung mit ihnen. Ich würde sagen, Begegnungen sind wie Jahreszeiten: Kommen sie auch immer wieder, so kommen sie doch jedes Jahr anders. Und jedes Jahr nehme ich sie anders wahr.»

Walter Alder, 59, Volksmusiker
«I bi ne Bueb. Ned vo Trueb, vo Urnäsch. En Alderbueb.Wir sind die vierte Generation der 1884 gegründeten Kapelle. Meistens spielen wir an Wochenenden, selten um die Ecke, sondern irgendwo in der Schweiz oder auf der Welt: Europa, Amerika, China und, und, und. Ich spiele vier Instrumente: Hackbrett, Klavier, Akkordeon und Kontrabass. Um mein Niveau halten zu können, muss ich viel mit der Kapelle proben und alleine üben. Bei mir zu Hause im Musikzimmer. Jeden Vormittag, oft auch an Samstagen, nicht selten auch an Sonntagen. Unter der Woche unterrichte ich nachmittags gut dreissig Schüler am Hackbrett und am Klavier. Kurz: Ich bin viel beschäftigt und oft unterwegs, habe kaum Ferien oder überhaupt mal einen Tag für mich. Doch ich habe entschieden, langsam kürzerzutreten. Das geht nur auf eine Weise: mit Nein sagen. Auftreten will ich weiterhin. Als ersten Schritt des Kürzertretens will ich jedoch weniger Schüler unterrichten. Die Zeit werde ich für meine Familie und mich verwenden: mit meiner Frau spazieren gehen, etwas mit meinen Kindern und Enkeln unternehmen, längere Wanderungen, häufiger Ski fahren, ganze Tage lang Gleitschirm fliegen. Und mal faulenzen. Nichts tun. Einfach draussen sitzen und einen Stumpen rauchen.»

Sabine Lüthy, 42, Geschäftsleiterin der Swiss Aids Care International
«Letzten Juli fragte mein Vater wieder einmal, ob ich in seiner Stiftung mitarbeiten wolle. Bis dahin hatte ich immer abgelehnt. Mein Vater ist Ruedi Lüthy, seine 2003 gegründete Stiftung heisst ‹Swiss Aids Care International›. Mit ihr hat er in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, die Newlands Clinic errichten lassen, in der Aidskranke medizinisch behandelt und psychosozial betreut werden. Zurzeit rund 3800 HIV-Patienten, ein Drittel davon Kinder. Für sie alle geht es um Leben oder Tod. Mein Vater bat mich also mitzuarbeiten – und diesmal habe ich zugesagt. Ich fühle mich mit ihm und seiner Stiftung zutiefst verbunden. Ich dachte: ‹Ich will dafür bürgen, dass sie in seinem Sinn erhalten und weitergeführt wird.› In seinem Sinn heisst: den Patienten und den Spendern gegenüber verantwortungsbewusst, moralisch und ethisch gewissenhaft. Ab 1. Januar 2012 werde ich die Stiftung leiten. Das ist mehr als ein Job, es ist ein Erbe. Eines mit Sinn: Wir retten Leben, wir erhalten Kindern die Eltern und Eltern die Kinder. Und doch fiel mir die Zusage schwer. Weil ich meinen Beruf liebte. Ich war Journalistin für ‹Input› auf DRS 3, eine Hintergrundsendung mit und über Menschen. Nach meiner letzten Sendung war ich traurig. Während der ganzen Fahrt vom Studio in Zürich bis nach Murten, wo ich wohne, weinte ich im Auto. Auf dieser Fahrt wurde mir klar: Wer einen neuen Weg gehen will, muss dafür alte Wege aufgeben – auch wenn es schmerzt. Anders gesagt: Wer ein Omelett braten will, muss Eier zerschlagen.»





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