JEANSBLÜTENBROSCHEN, ARM- UND HAARREIF
Diese dekorativen Broschen geben jedem Outfit den letzten Schliff. Und wer hätte gedacht, dass man Jeans auch im Haar tragen kann?
Das braucht’s:
Jeansstoffresten; Anstecknadel, Haarspangen oder alte Armreifen; passender Nähfaden; Bastelkleber; Glasperlen oder Schmucksteine, ev. schöner alter Knopf.
So wird’s gemacht:
Armreifen:
Aus einem Reststück Jeansstoff Streifen reissen, nicht schneiden, das ergibt den fransigen Effekt an den Längskanten. Dazu am besten an einem 30 – 40 cm langen Rechteck mit der Schere im Abstand von ca. 5 – 10 mm den Stoff anschneiden und dann fest reissen. Den Anfang des Streifens an der Innenseite des Armreifes festkleben. Den Streifen überlappend um den Reifen wickeln und zwischendurch etwas Kleber auf die Innenseite des Reifes geben. Das Ende des Stoffstreifens wiederum an der Innenseite ankleben. Eventuell überschüssiges Ende des Streifens abschneiden. Die Aussenseite kann noch zusätzlich verziert werden: einen schönen Knopf annähen oder mit Schmuckkleber kleine Steinchen anbringen.
Stoffblüte:
Wie oben beschrieben 3 – 4 cm breite Stoffstreifen reissen. Die Streifen auf 7cm kürzen und beide Enden mit der Schere abrunden oder Ecken schneiden. Die zugeschnittenen Streifen zuerst längs, dann quer halbieren. Mit ein paar Stichen an der Unterkante die gefalteten Streifen zusammennähen. Je nach Fülle der Blume ca. 15 – 20 Stück davon anfertigen. Alle Blüten mit Nadel und Faden aufreihen, fest anziehen und die beiden Fadenenden miteinander verknoten. Für die Blumenmitte einzelne Perlen mittig annähen. Die Anstecknadel auf der Rückseite annähen.
STÜHLE UND SCHUHSCHACHTELN IM NEUEN KLEID
Für Stauraum und Ordnung sorgen Schuhschachteln, welche mit Jeansstoff überzogen sind. Die Sitzfläche des Stuhls wird ebenfalls aufgepeppt und mit einer kleinen Husse für die Lehne ergänzt. Die Hosentaschen und Fächer bieten zusätzlich Platz für kleine Helfer und Utensilien am Arbeitsplatz.
Tipp: Mit Bügelmotiven oder Stempeln Namen oder Verzierungen anbringen, das sorgt für noch mehr Übersicht.
Das braucht’s:
Schuhschachtel; Jeansrock, Rückenteil einer Jeansjacke oder breite Jeans-Hosenbeine; Sprühkleber aus der Spraydose oder Klebestift.
So wird’s gemacht:
Schachteln:
Für genügend Stofffläche wird z.B. ein Hosenbein an der Innenkante aufgetrennt ein anderes grösseres Kleidungsstück verwendet. Sämtliche Kanten der Schachtel und des Deckels ausmessen und wie auf der Skizze gezeichnet auf den Stoff übertragen. Beide Stoffteile plus Zugabe zuschneiden und auslegen. Zuerst den Schachtelboden mit Kleber bestreichen oder besprühen, den Stoff gut andrücken und flach streichen. Dann die Längsseiten einkleiden und die überlappenden Stoffkanten an der Schachtelinnenseite ankleben. Nun die Seitenkanten der Schmalseiten gegen innen falten – entspricht der Schachtelbreite - und festkleben. Die so versäuberten Teile ankleben und auch hier die überlappenden Kanten an der Schachtelinnenseite befestigen. Der Deckel wird gleich gearbeitet, die Seitenteile fallen entsprechend schmaler aus.
Stuhl:
Das braucht’s zusätzlich: ev. Stuhl mit abnehmbarer Sitzfläche; Tacker für die Sitzfläche; Futterstoff; Zierstoffband; ev. Hosentasche.
Die Sitzfläche des Stuhls demontieren und den Stoff ringsum 10 cm grösser zuschneiden. Den Stoff gut spannen und an der Unterseite fest tackern. Dabei jeweils zuerst die gegenüberliegenden Mitten der Stoffkanten befestigen und gegen die Ecken arbeiten. An den Ecken den Stoff raffen und überlappend fest tackern.
Husse für Stuhllehne:
Die Lehnenbreite ausmessen und diese Breite plus je 1 cm Nahtzugabe auf den Stoff übertragen. Ebenfalls Hussenhöhe bestimmen, in unserem Beispiel 28 cm hoch. Je 2 Stoffrechtecke aus Jeans und 1 aus Futterstoff zuschneiden. 2 Hosentaschen auf die Aussenseite eines Jeansrechteckes annähen und dieses an der Unterkante 1 cm breit säumen. Das Zierband auf den Saum nähen. Dieses Teil auf den Futterstoff rechts auf rechts legen und die oberen Längskanten (der Saum des Jeansteils liegt unten) absteppen. Die Arbeit wenden, so dass die Stoffrückseiten aufeinander liegen und die Seite mit den Hosentaschen nach oben schaut. Das zweite Jeansrechteck rechts auf rechts auf die gewendete Arbeit legen und die Seiten- und Unterkanten absteppen.
AGENDA UND TAGEBUCH IM JEANSLOOK
Mit einem poppigen Umschlag aus Jeans werden Album, Agenda oder Tagebuch zum Hingucker und sind erst noch gut geschützt. In der aufgenähten Tasche lassen sich Schreibutensilien oder andere kleine Schätze praktisch verstauen.
Das braucht’s:
Jeanshose, davon die Hosenbeine; passender Nähfaden, ev. Motiv zum Aufbügeln.
So wird’s gemacht:
Die Hülle den Massen der Agenda oder des Notizbuches anpassen. Dafür an den Längskanten oben und unten je 3 cm (je nach Grösse der Hülle) plus 3 mm* für die Steppkante dazurechnen. Für die Seitenkanten plus 5 cm.
Falls man eine Hosentasche auf die Hülle nähen möchte, diese vorher anbringen, der Abstand zu den Aussenkanten beträgt 4 cm ab Unterkante und mindesten 5 cm ab Seitenkante. Die abgetrennte Hosentasche auf drei Seiten knappkantig absteppen.
Die Längskanten der Hülle säumen, dann die beiden Seitenkanten 1 cm breit säumen. Nun diese Kanten 3 cm breit gegen innen schlagen, dann oben und unten der Längskante entlang knappkantig absteppen (* = plus 3mm).
Tipps:
Die Säume gelingen besser, wenn man diese vor dem Nähen mit dem Bügeleisen flachdrückt. Lange Haarreifen aus Gummiband eignen sich als Verschluss von Notizbüchern, Agenden, etc.
JEANS ALS BEUTELTASCHE
Die Taschen sind nützliche Begleiter für unterwegs und sehen sogar am Haken gut aus. Einfach verarbeitet entsteht aus Hosenbeinen ein Turnbeutel. Mit Bambusbügeln aus dem Bastelgeschäft wird die Jeansjacke zur Badetasche oder zum modischen Begleiter für den Einkaufsbummel. Verzierungen mit Ketten, aufgebügelten Strasssteinchen oder Broschen bringen ganz persönliche Einzelstücke hervor.
Das braucht’s:
Grosses Stück Jeansstoff einer Jeansjacke, Jupe oder grosse Hose; Futterstoff; passender Nähfaden.
Für den Turnbeutel zusätzlich: Futterstoff 7 cm x 100 cm; Stoffband 12 cm x ca. 1,5 cm; 2 Schlüsselringe oder kleine Karabinerhaken; 3 m Kordel (erhältlich in Nähzentren).
Für den Shopper / Badetasche zusätzlich: 2 Bambusbügel (erhältlich in Bastelgeschäften oder Nähzentren); 2 cm breites, 100 cm langes Stoffband für den Tunnelzug; zum Verzieren ev. Karabinerhaken, Schlüsselring, Ketten, Broschen , etc.
So wird’s gemacht:
Turnbeutel:
2 Stoffrechtecke (z. B. aufgetrennte Jeanshosenbeine) je 45 cm x 50 cm und je einen Futterstoffstreifen von 7 cm x 50 cm zuschneiden. Je einen Futterstoffstreifen an die Oberkante der Aussenseite des Jeansstoffes legen und absteppen. Die Seitenkanten der Futterstoffstreifen 1 cm breit nach innen falten an der Innenseite des Jeansstoffes knappkantig säumen. Für den Tunnelzug parallel im Abstand von 2 cm eine weitere Naht steppen. Nun beide Jeansstoffteile rechts auf rechts legen und die Seitenkanten bis auf Höhe des Tunnelzuges absteppen.
Für die Befestigung der Metallringe oder Karabinerhaken zwei 6 cm x ca.1,5 cm Stoffbänder vorbereiten und an beide Ecken der Unterkanten heften ( die Bänder halbieren und zwischen die zwei Stofflagen legen, so dass die Schlaufe in der Innenseite liegt. Bei Die Unterkante mit den beiden Schlaufen absteppen. Sämtliche Kanten versäubern.
Die Arbeit wenden und die Schlüsselringe an den Schlaufen befestigen. Die Kordel halbieren und je eine Kordel von beiden Seiten her zuerst durch einen Tunnelzug, dann durch einen Ring und durch den zweiten Tunnelzug führen ( Sicherheitsnadel verwenden). Die Enden verknoten und die Kordel so nachziehen, das die Enden in den Tunnelzügen verborgen bleiben.
Tipp: Hosentaschen vor dem Zusammennähen der Stoffteile annähen. Diese von der Jeanshose abtrennen, auf die Stoffaussenseite heften und dann knappkantig absteppen.
Shopper / Badetasche:
Je 2 Rechtecke 45 cm x 50 cm aus Jeans- und Futterstoff zuschneiden. (Die Jeansrechtecke können auch aus mehreren Hosenbeinen zusammengefügt werden.)
Die Jeansrechtecke und die Futterstoffrechtecke je rechts auf rechts legen und die Seiten- sowie die Unterkanten schliessen (1 cm breit absteppen), dabei die Seitenkanten nur bis 19 cm ab Oberkante absteppen. Die Jeanshülle wenden und den Futterstoff hineinlegen. Die Ober- und die noch offenen Seitenkanten ( je 19 cm lang) 1 cm breit gegen innen falten, heften und knappkantig absteppen. Je ein Stoffband 2 cm ab Oberkante auf die Taschenaussenseite heften und beide Längskanten des Bandes absteppen, die Enden gleichzeitig gegen innen säumen = Tunnelzug für die Bambushenkel. Dieser besteht aus dem gebogenen Bambus und einer dünnen Metallstab, welcher sich mit Hutmuttern lösen lässt. Den Metallstab durch den Tunnelzug führen und an den Henkelenden anschrauben (siehe auch Herstellerhinweis). Die Ketten werden mit dem Karabinerhaken oder einem Schlüsselring an den Henkeln befestigt.
RECYCLING FÜR JEANS UND DOSEN
Dosen eignen sich wunderbar, um Stifte und Arbeitsutensilien aufzubewahren. Die leeren Konservenbüchsen werden einfach mit Hüllen aus vielen verschiedenen Jeansresten überzogen. Da passt alles – von der Hosentasche übers Hosenbein bis zum Hosenbund.
Das braucht’s:
Leere Konservendosen; Reststücke aus Jeans, ev. Jeanshosentasche und Laschen; passender Nähfaden.
So wird’s gemacht:
Umfang (plus 1 cm für die Naht) und Höhe (plus 2 cm für den Saum) der Dose ausmessen. Stoff zuschneiden und ev. kleine Hosentaschen oder Laschen auf die Aussenseite nähen. Das Arbeitsstück mittig der Längskante nach falten und die beiden Aussenkanten 1 cm breit absteppen und versäubern. Die Oberkante 1 cm breit säumen. Die Hülle über die Konservendose stülpen.
Tipp: Die Hülle in der Höhe länger zuschneiden. So kann sie später mit einem Bändel zusammengerafft werden und kleine Schätze können darin versteckt werden.
GÜRTELTASCHE
Eine Gürteltasche im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Laschen vom Hosenbund einer ausgedienten Jeans behalten ihre ursprüngliche Funktion. So lässt sich der Gürtel hindurchziehen und die Minitasche lässig auf der Hüfte tragen. Dank dem eingenähten Reissverschluss kann man das Wichtigste unterwegs sicher verstauen.
Das braucht’s:
Gürtel; Jeanshose; Reissverschluss 18 cm lang; passender Nähfaden.
So wird’s gemacht:
Für die Befestigung am Gürtel wird der Hosenbund verwertet. Davon ein ca. 20 cm breites (Taschenbreite und Reissverschluss = 18 cm) und ca. 8 cm langes Stück mit zwei Gürtellaschen ausschneiden. An die abgeschnittene Kante eine Seite des Reissverschlusses annähen. Ein weiteres Rechteck 30 cm x 15 cm zuschneiden. Eine Längskante säumen und an die zweite Seite des Reissverschlusses nähen. Dabei die ersten 10 cm stehen lassen, diese dienen später für die Kellerfalte an der Reissverschlussöffnung. Ein weiteres Rechteck 20 cm x 21 cm zuschneiden. Beide Teile rechts auf rechts legen - dabei bleibt der Reissverschluss fast geschlossen - sämtliche Kanten schliessen und versäubern. Zum Wenden der Arbeit, den Reissverschluss öffnen.
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