Begonnen hat alles, als Tone Finnanger als junge Kunstschulabsolventin von Oslo ans Meer zog. Dort erhielt sie nämlich einen Job im örtlichen Handarbeitsladen. Die tägliche Arbeit mit Textilien und Papier war es, die sie zu Tilda inspirierte, einer imaginären Freundin. Die Designerin überlegte sich, wie diese wohnen, leben, sich kleiden würde. «Ich sehe Tilda als Frau, die mit einem Ballkleid und Gummistiefeln aus der Tür tritt. Sie stellt Unkraut in ihre Kristallvase und Rosen in einen alten Krug. Sie hat ihre eigene Sicht von Schönheit. Ich mag Tilda, weil ihr Unperfektes sichtbar ist, und weil sie keine Angst vor ihrer weiblichen Seite hat», sagte Tone Finnanger einmal in einem Interview.
Schon bald erschienen ihre ersten zwei Bücher: «Tildas jul» und «Tildas pasken», auf Deutsch «Tildas Weihnachten» und «Tildas Ostern». Sie waren voller Ideen und Anleitungen, wie das traute Heim an Festtagen verschönert werden könnte. Die Bücher verkauften sich so gut, dass die junge Designerin bald davon leben konnte.
Tone Finnanger werkelte schon als Kind fürs Leben gern. Glücklicherweise teilten ihre Grosseltern ihre Leidenschaft. Sie ermunterten das Mädchen dazu, mutig mit Papier und Stoff umzugehen und halfen ihr, ganze Welten aus Papier zu basteln.
Diese Kindheitserinnerungen, aber auch die skandinavische Volkskunst fliessen immer wieder in ihre Entwürfe ein. Zudem waren drollige Wichtel, Engel und Tierfiguren von Anfang an fester Bestandteil der Tilda-Welt. Mittlerweile sind von Tone Finnanger neun Bücher erschienen, dazu designt und bedruckt sie Stoffe, Bänder und Papier.
Tone Finnanger lebt mit ihrem Freund und ihrem Hund auf einer kleinen Insel fernab der Grossstadt Oslo. Spiegeln die Tilda-Bücher ein perfektes, bis ins letzte Detail dekoriertes Zuhause, sei ihr eigenes Heim, wie bei vielen anderen auch, alles andere als perfekt: «Ich träume von Perfektion aber finde meist nicht die Zeit … Wegen meiner Sammelwut, Tilda und meinen vielen Ideen ist es immer etwas unordentlich. Aber es ist gemütlich und warm, und wir lieben es.»
Kommt sie abends nach Hause, scheint sie also nicht die Nase voll zu haben von Tilda. Die Designerin dekoriert ihr Haus nach wie vor gern und viel. Und Weihnachten liebt sie tatsächlich ganz besonders.
WEITERE INFORMATIONEN
- Die Tilda-Bücher erhalten Sie beim Knaur Verlag, ihre Stoffe sind in der Schweiz zum Beispiel bei Zuckerwerk (Zürich), Mamsell (Zofingen), Atelier Art of Life (Basel), Stoffartig (Solothurn), in der Stoffkiste (Küttigen) oder Lili und Mo (Herzogenbuchsee) erhältlich.
- Tildas schönste Ideen für Weihnachten finden Sie in unserem Dossier «Tildas Welt».
Und hier geht`s zurück zum Special «Weihnachten in Norwegen»


























