Sternenwoche Award Ceremony 2020

5200 ­«Sternenwoche»-Kindern haben vom 18. bis 24. November 2019 bei der Spenden­aktion von Unicef Schweiz und Liechtenstein sowie der «Schweizer Familie» Geld gesammelt für burundische Flüchtlingskinder in Ruanda.

340 000 Franken sind dank Bastelarbeiten, Gesangseinlagen und Veranstaltungen in die «Sternenwoche»-Kasse geflossen.

Im Frühjahr mussten wir die beliebte Award Ceremony absagen. Doch trotz Corona-Krise wollten wir die besten Sammelideen der Kinder auszeichnen.

Gemeinsam mit prominenten «Sternenwoche»-Unterstützern wie Sandra Studer, Stefanie Heinzmann oder Marius, Sänger der Band Marius und die Jagdkappelle haben Unicef und die «Schweizer Familie» jetzt die Sternen-Trophäe persönlich zu den Gewinnerinnen und Gewinnern nach Hause gebracht.

Die Gewinner und Gewinnerinnen des Sternenwoche-Awards 2020 sind:

  • Einzelkinder: Vivienne mit ihrer Schülerumfrage und -zeitung
  • Freunde und Geschwister: Hannah und Samuel mit den duftenden Kräuterkissen
  • Familien und Quartiere: Familie Schärer mit dem eigenen Kasperlitheater
  • Schulen und Kindergärten: Schule Münchenwiler mit einem tollen «Weltraummusical»

Die «Sternenwoche» ist eine Aktion der «Schweizer ­Familie» und von Unicef Schweiz und Liechtenstein. Medienpartner ist das Schülermagazin «Spick».

Die nächsten «Sternenwochen» findet vom 20. November bis Weihnachten 2020 statt un dauern im Corona-Jahr erstmals mehrere Wochen. Gesammelt wird unter dem Motto «Gemeinsam gegen Corona» für die ärmsten Kinder weltweit, die in Flüchtlingslagern, Krisengebieten und Armutsvierteln besonders unter den Folgen der Pandemie leiden.

Mehr Informationen finden Sie laufend unter: www.sternenwoche.ch

Sternenwoche Award 2020 - Trailer Preisübergabe

Gewinner Kategorie Einzelkinder

Gewinner Kategorie Schulen und Kindergärten

Gewinner Kategorie Freunde und Geschwister

Gewinner Kategorie Familien und Quartiere

Die strahlenden Gewinner der Sternenwoche-Awards

Kategorie Einzelkind

TV-Moderatorin Sandra Studer übergibt Vivienne Brunner, 11, aus Richterswil ZH den Sternenwoche-Award. Sie kreierte eine Zeitung und suchte Sponsoren im Dorf, die ihr Zeitungsprojekt unterstützten. So brachte das Mädchen über 2300 Franken zusammen für die «Sternenwoche».

Kategorie Schulen und Kindergärten

Die Kinder der Primarschulklasse von Gerda Rui in Münchenwiler BE haben letztes Jahr mit ­Liedern, Gedichten, Handpuppen und Sprechrollen ein eigenes Musiktheater ­inszeniert und das Stück während der «Sternenwoche» aufgeführt. Eine kreative Arbeit wurde von Stefanie Heinzman geehrt.

Kategorie Freunde und Geschwister

Hannah Schärer und Samuel Aegerter, 12, aus ­Trasadingen SH und Herisau AR wurden von Marius Tschirky von der Band Marius und die Jagdkapelle überrascht. Sie haben duftende Schlafkissen verkauft und 1'090 Franken in die Spendenkasse legen können.

Kategorie Familie und Quartiere

Familie Schärer in Winterthur wurden von Komiker Marco Rima überrascht. Noé, 8, Naima, 6, Nova, 4 und die Eltern Andy und Janine inszenierte mit Kuscheltieren und selbst gebastelten Kulissen ein Chasperlitheater für die Nachbarschaft und untermalte den Anlass mit Gesang, Violinen- und Flötenspiel.

Weitere Impressionen von der Übergabe der Trophäen

Ideenreich und solidarisch

Vom Schlafkissen übers Musical bis zur Zeitung: Tausende Kinder in der Schweiz haben an der letztjährigen «Sternen­woche» Geld für burundische Flüchtlingskinder gesammelt. Vier der kreativen Projekte wurden jetzt ausgezeichnet.

Diesen Tag werden die beiden Kinder so schnell nicht vergessen. Sie spielen in Trasadingen im Schatten eines Apfelbaumes mit Sennenhund-Welpe Fleur. Ein ganz normaler Mittwochnachmittag, könnte man meinen. Wäre da nicht die Musik, die plötzlich im Garten erklingt. Die Kinder schauen sich verwundert um und erkennen einen Mann mit Jagdhut und Ukulele. Er kommt auf sie zu und singt einen selbst kreierten Reim: «Falleri, fallera – de Samuel und d Hannah – händ gwunne mit ihrer Idee für Chind us Ruanda.»
Überraschungsbesuch bei Hannah Schärer und Samuel Aegerter, 12, aus ­Trasadingen SH und Herisau AR. Die ­beiden Freunde gehören zu den rund 5200 ­«Sternenwoche»-Kindern, die vom 18. bis 24. November 2019 bei der Spenden­aktion von Unicef Schweiz und Liechtenstein sowie der «Schweizer Familie» Geld gesammelt haben für burundische Flüchtlingskinder in Ruanda. 340 000 Franken sind dank Bastelarbeiten, Gesangseinlagen und Veranstaltungen in die «Sternenwoche»-Kasse geflossen. Mit dem Geld werden im Flüchtlingslager in Ruanda kinderfreundliche Zonen eingerichtet und Sozialarbeiter ausgebildet. «Es ist jedes Jahr ergreifend zu sehen, mit welchem Eifer die Kinder sich ins Zeug ­legen», sagt Bettina ­Junker, Geschäftsleiterin von Unicef Schweiz und Liechtenstein. «Dafür danke ich allen Beteiligten.» Und Daniel Dunkel, Chefredaktor der «Schweizer Familie», ergänzt: «Wir sind stolz und froh, dass wir die Kinder für ihre tollen Sammelideen auszeichnen und so ihr Engagement gebührend würdigen können – trotz dieser schwierigen Zeiten.»
Denn normalerweise werden die kreativsten Sammelaktionen bereits im Frühling an der «Sternenwoche Award Ceremony» mit einem Preis geehrt. Doch was ist 2020 schon normal? Wegen Corona konnte der Anlass nicht stattfinden. Die Trophäen gibt es trotzdem – bei jedem Kind zu Hause und persönlich überbracht von prominenten «Sternenwoche»-Unterstützern.

Auf die Folter gespannt

Darunter Marius Tschirky von der Band Marius und die Jagdkapelle, der im Garten für Hannah und Samuel ein Lied singt. Vor einem Jahr haben die beiden Kinder Minze, Hopfen, Zitronenmelisse und Lavendel ge­zogen und getrocknet und damit selbst genähte Kissenhüllen gestopft. Die duftenden Schlafkissen verkauften sich so gut, dass die Kinder am Ende 1090 Franken in die Spendenkasse legen konnten. Für ihre Idee überreicht Marius Tschirky ihnen nun den Award in der Kategorie «Freunde und Geschwister». «Eine schöne Überraschung!», freut sich Samuel.
Auch in Münchenwiler BE ist eine ­bekannte «Sternenwoche»-Unterstützerin unterwegs. Sängerin Stefanie Heinzmann besucht die Primarschulklasse von Gerda Rui. Die Kinder haben letztes Jahr mit ­Liedern, Gedichten, Handpuppen und Sprechrollen ein eigenes Musiktheater ­inszeniert und das Stück während der «Sternenwoche» aufgeführt. Eine kreative Arbeit wie diese muss belohnt sein, fand die Jury und schickte Stefanie Heinzmann mit dem Award in der Kategorie «Schulen und Kindergärten» ins Berner Mittelland.
Dort steht die Sängerin jetzt auf dem Pausenplatz und spannt die Kinder auf die Folter. Sie lässt sich Zeit, spricht mit den Schülern über deren Musical, erzählt, was andere Klassen gemacht haben, und rückt erst ganz zum Schluss heraus: «Ich bin so stolz auf euch. Ihr habt mit eurem Einsatz für die ‹Sternenwoche› einen Preis gewonnen.» Jetzt sind die Kinder kaum mehr zu bändigen. Sie springen auf und fallen einander in die Arme.
Auch bei Familie Schärer in Winterthur herrscht Ausnahmezustand. Soeben hat Komiker Marco Rima das Haus betreten und den «Sternenwoche»-Award in der Kategorie «Familien und Quartiere» übergeben. «Der ist wie ein Oscar in Hollywood: etwas ganz Spezielles», sagt Rima zum achtjährigen Noé.
Der Bub hatte letzten Herbst seine Schwestern Naima, 6, und Nova, 4, sowie seine Eltern Andy und Janine zu einer ausgefallenen «Sternenwoche»-Aktion animiert. Die Familie inszenierte mit Kuschel­tieren und selbst gebastelten Kulissen ein Chasperlitheater für die Nachbarschaft und untermalte den Anlass mit Gesang, Violinen- und Flötenspiel. Marco Rima ist beeindruckt vom Elan, mit dem sich die Familie eingesetzt hat. «So tolle Kinder muss man auszeichnen», sagt er.

Umfrage zur Schule der Zukunft

In Richterswil ZH brütet derweil Vivienne Brunner, 11, über ihren Hausaufgaben, nicht ahnend, was dieser Nachmittag für sie bereithält. Als es klingelt, eilt sie zur Tür. Dort steht aber nicht wie erwartet der Pöstler, sondern Sandra Studer. Ob sie hereinkommen dürfe, fragt die TV-Moderatorin. Vivienne weiss nicht recht, wie ihr geschieht, als sie kurz darauf im Wohnzimmer mit der Fernsehfrau Platz nimmt. Ihre Anspannung löst sich allmählich, als Studer sie nach ihren Hobbys fragt, nach der Schule – und nach dem «Sternenwoche»-Projekt.
Vivienne kreierte letztes Jahr eine Zeitung. Darin publizierte sie die Ergebnisse einer Umfrage. Sie hatte Kinder und Erwachsene gefragt, wie sie sich die Schule der Zukunft ausmalen. Die Befragten hatten unter anderem skurrile Ideen geliefert – eine Turnhalle auf einer Plattform in der Luft oder ein Roboter als Assistent des Lehrers. Vivienne fasste sie in stundenlanger Schreibarbeit zusammen und suchte Sponsoren im Dorf, die ihr Zeitungsprojekt unterstützten. Von denen gab es mehr als genug – der Bäcker, der Goldschmied, der Zahnarzt und sogar ein grosses Hotel zahlten in die Kasse ein. So brachte das Mädchen, das von einer Karriere als Astronautin oder Erfinderin träumt, über 2300 Franken zusammen für die «Sternenwoche».
Eine unglaubliche Summe, findet ­Sandra Studer. «Die ‹Sternenwoche› braucht Kinder wie dich. Und ­darum – Trommelwirbel, Trommelwirbel, Trommelwirbel – verdienst du den Award in der Kategorie Einzelkinder.» Vivienne ist überwältigt: «Ich weiss nicht, was ich sagen soll, ich bin glücklich.»
Das Mädchen möchte auch dieses Jahr wieder bei der Sammelaktion mit­machen. Und heuer haben sie und alle anderen Kinder mehr Zeit zum Sammeln, denn aus der «Sternenwoche» werden mehrere «Sternenwochen». Die Sammelaktion dauert erstmals vom 20. November bis Weihnachten. Gesammelt wird unter dem Motto «Gemeinsam gegen Corona» für Kinder weltweit, die in Flüchtlingslagern, Krisengebieten oder Armutsvierteln am meisten unter den Folgen der Pandemie leiden.

Sternenwochen 2020/2021

Lesen Sie bereits in der nächsten Aus­gabe der Schweizer Familie vom 8. Oktober die Auftaktreportage zu den «Sternenwochen 2020» unter dem Motto «Gemeinsam gegen Corona». Der Erlös geht an Kinder weltweit, die besonders von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind. Medienpartner der «Sternenwochen» ist das Schülermagazin «Spick».