Eine Reise nach Bellinzona, ins Vorzimmer des Südens, lässt eine Prise Ticinesità schnuppern. Burgen besteigen, über den Markt bummeln und im Lido planschen ist nicht nur im Frühling schön.

Das Wichtigste im Überblick

Anreise:
Mit dem Zug bis nach Bellinzona und mit dem Regionalzug weiter nach Locarno.
www.sbb.ch

Übernachten:
Via Salita Castelgrande 18
6500 Bellinzona
Tel. +41 (0)91 825 43 33
www.hotel-internazionale.ch

Allgemeine Auskunft:

Belinzona Turismo
www.bellinzonaturismo.ch

Ticino Turismo
www.ticino.ch

Es war im Jahr 1929, als Mario Rapelli im Grenzdorf Stabio seine Metzgerei eröffnete. Die Liebe zum Tessin und das Bekenntnis zu Traditionen prägen bis heute die Firmenphilosophie.

Eine dieser Traditionen ist der Vatertag, der jeweils am 19. März gefeiert wird. Um diesen Festtag auch in der Deutschschweiz populär zu machen, organisieren Rapelli und Ticino Turismo einen grossen Vatertagswettbewerb. Am Wochenende vom 15./16. März 2014 können 100 Familien eine Fahrt mit dem Sonderzug von Zürich ins Tessin gewinnen, inklusive einer Übernachtung in einem gemütlichen Hotel. Zudem können die Väter zahlreiche touristische Attraktionen besuchen, zum Beispiel die Burgen von Bellinzona.

Castelgrande in Bellinzona
Unesco-Weltkulturerbe mit Museum: Das Castelgrande.
Tessiner Fleischplatte mit Salami, Prosciutto, Hobelfleisch
Spezialitäten: Eine Tessiner Fleischplatte.
Das Lido di Locarno und die Aussicht auf den See
Formidable Aussicht: Der Lido di Locarno.

Von den Reisenden wird die Stadt gewöhnlich links liegen gelassen. Umso herzlicher empfängt sie ihre Besucher. Die Viale Stazione fordert vom Bahnhof weg zum Spaziergang in die Altstadt auf. Über rotes Kopfsteinpflaster geht es hinein in die Gassen zwischen den Burgfelsen von Castelgrande und Montebello hin zum Samstagsmarkt. Spätestens zwischen all den Käsen, Fleischwaren, Früchten, Gemüsen und Gebäcken ist der Winter vergessen.

Über rotes Kopfsteinpflaster geht es hinein in die Gassen.

Bellinzona war einst das letzte Bollwerk der italienischen Herrscher aus dem lombardischen Geschlecht der Visconti und der Sforza gegen allerhand Ungemach aus dem Norden. Darüber lernt man mehr auf Castelgrande, der grössten der drei Unesco-geschützten Burgen der Stadt. 

Zurück in die Zeiten General Dufours

Ein Spaziergang führt hoch in den Hof. Hier können sich die Kinder vom Vater durch die Anlage führen lassen, der oben auf den Mauern wie die Mailänder im Mittelalter Ausschau halten will. Von diesem Aussichtspunkt aus sieht er, wie sich nordwärts die Riviera und das Misox vereinen. Er versteht, warum die Herzöge hier an der engsten Stelle von einem Abhang zum andern einen bewehrten Riegel bauten und auf den Felsen, dem einzigen festen Grund in den Sümpfen, 3 Burgen errichteten. Bis in die Zeiten von General Dufour Mitte des 19. Jahrhunderts diente das Wehr militärischen Zwecken. Zu seiner heutigen Bedeutung wuchs der Ort erst mit dem Bau der Gotthardbahn 1872–1882. Das und mehr lernen Familien im Burgmuseum. Bei der Betrachtung von Wandgemälden eröffnet sich ihnen eine verkehrte Welt: Da zieht ein Bauer den Ochsen, ein Esel reitet auf dem Mönch, und die Magd befiehlt den Herrschaften das Tagwerk.

Baden und entspannen

Natürlich wollen die Kinder noch den Turm besteigen. Sie sehen jetzt, warum Bellinzona das Tor zum Süden ist. Hinter dem Monte Ceneri naht schon der Sommer, und wenn der Dunst über der Magadino-Ebene es zulässt, schickt der Lago Maggiore sein vielversprechendes Glitzern herüber. Zurück ins Städtchen gelangt die ganze Familie am einfachsten mit dem Lift, der die Passagiere hinunter ins Zentrum trägt. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Ristorante Federale an der Viale Stazione. 

Das Besondere an diesem Lokal ist das Fenster an der Rückwand. 

Das Besondere an diesem Lokal ist das Fenster an der Rückwand. Es zeigt den Felsen direkt dahinter. Durch dessen Inneres, nur ein paar Meter entfernt, donnern Züge; darüber thront die Burg Montebello. Den Kindern ists versprochen: Am Nachmittag wird der Lido von Locarno besucht. Die halbstündige Fahrt mit der Bahn, der 10-Minuten-Spaziergang vom Bahnhof Locarno den See entlang – dann ist der Spass komplett: Die weitläufige Anlage direkt am Lago Maggiore lockt mit Sprudeldüsen, Ruhebassins, Thermalbad, Planschbecken für Babys und mehreren Abenteuer-Rutschen. Doch erst der Blick vom Aussenbecken über den See hin zu den Alpen verleiht dem ersten Frühlingstag des Jahres sein letztes Bild.