Felder und Weiden sind leer, die Kühe im Stall: In der kalten Jahreszeit geht das Leben auf dem Hof weiter – wenn auch anders als im Sommer.

Man könnte meinen, dass der Winter für die Landwirtschaft die gemütliche Zeit ist. Die Kühe müssen fürs Melken nicht zusammengetrieben werden, das Mähen fällt weg und die Ernte ist längst abgeschlossen.

Doch die Arbeit in den rund 52’000 Landwirtschaftsbetrieben in der Schweiz muss an 365 Tagen im Jahr erledigt werden. Besonders eingespannt sind die Nutztierhalter, die sich täglich um die Fütterung, Pflege und das Melken der Tiere kümmern müssen. Sie greifen dabei auf die Vorräte zurück, die sie in den Sommermonaten angelegt haben.

Denn über 85 Prozent des Futters stammen aus inländischer Produktion. Das ermöglichen vor allem die vielen Wiesen und Weiden, die nicht für den Ackerbau geeignet sind, aber den Wiederkäuern als wertvolle Futterquelle dienen. Ein Grossteil der Arbeit haben die Bauern also bereits erledigt: Das Mähen, Trocknen und Einbringen des Futters.

Starker Bezug zum Tier

Für die Versorgung der Tiere kaufen sie zusätzlich Futtermittel ein. Dazu gehört auch Soja. Dabei spielt die Schweiz im globalen Kontext jedoch eine unbedeutende Rolle. Lediglich 0,1 Prozent der weltweiten Sojaproduktion wird Schweizer Tieren verfüttert. Das für die Herstellung von Futtermitteln importierte Soja stammt zu 99 Prozent aus zertifiziertem, verantwortungsvollem Anbau.

Viele Bauern schätzen am Winter, dass sie die Arbeit besser einteilen können und einen starken Bezug zu den Tieren haben. Beim Misten und Füttern sind sie viel länger bei den Kühen als im Sommer, wenn sich diese draussen frei bewegen.

Auch Betriebe ohne Nutztiere stehen im Winter nicht still. Alle Bauern nutzen die kalte Jahreszeit, um wichtige Arbeiten zu erledigen, die im Sommer liegen geblieben sind. Dazu gehören die Wartung und Reparatur von Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen sowie der Unterhalt an Gebäuden, Ställen und Silos.

Die Ersten am Morgen

Weit verbreitet sind auch die Arbeit im Wald und die Produktion von Brennholz. Dieser Nebenverdienst ist für viele Betriebe wichtig und stellt gleichzeitig die Pflege der Wälder sicher. Der Vorteil dieser Aufgaben: Sie sind grösstenteils nicht so wetterabhängig wie die Tätigkeiten in der warmen Jahreszeit, wenn Heu vor dem Regen reingebracht oder Getreide zu einem bestimmten Zeitpunkt geerntet werden muss.

In vielen ländlichen Gegenden haben die Bauern noch einen zusätzlichen Job: Bei Schneefall steigen sie frühmorgens oft als Erste aus dem Bett und räumen mit einem Pflug vor ihrem Traktor die Strassen frei. Trotzdem sind Ferien am ehesten im Winter möglich, denn eine Stellvertretung kann die anstehenden Arbeiten einfacher übernehmen, da sie strukturierter sind als im Sommer.

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