Am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, wurden auf der Melchsee-Frutt im Eidgenössischen Wildtierschutzgebiet Huetstock zum dritten Mal zwei junge Bartgeier ausgewildert. Die beiden, ein Männchen und ein Weibchen, stammen aus der nordspanischen Zuchtstation Centre de Fauna Vallcalent. Das Männchen heisst Johannes, das Weibchen hatte noch keinen Namen und wurde «BG960» genannt.

Leider lebt «BG960» seit Samstag, 24. Juni, nicht mehr. Am Freitag freute sich die Stiftung Pro Bartgeier noch über ihren ersten Flug und den Schritt Richtung Selbständigkeit. Es scheint, als wäre der Jungvogel, der einen etwas exponierten Schlafplatz gewählt hat, in der Nacht von einer Windböe erfasst worden und in die Tiefe gestürzt. Die Stiftung pro Bartgeier führt in den nächsten Tagen verschiedene verterinärmedizinische Untersuchungen durch, um genau zu verstehen, was passiert ist.

Zudem konzentriert sie sich nun umso mehr auf Johannes. Auch er ist bereits zum ersten Flug gestartet. Dieser war schon sehr passabel. Das zeigt, dass Johannes ein sehr vifer Junggeier ist, der sich gut entwickelt.

Dank der Kamera, welche die «Schweizer Familie» in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro Bartgeier installiert hat, können Sie ihn weiterhin in seiner natürlichen Umgebung beobachten. Er wird vom Projektteam der Stiftung während des ganzen Sommers durchgehend überwacht und mit Futter versorgt.

Beim Infostand im Hengliboden kann man voraussichtlich bis Mitte/Ende August den jungen Bartgeier vor Ort beobachten. 

Unser Livestream ist jeden Tag von 8 bis 20 Uhr in Betrieb. Bei schlechten Wetterbedingungen muss mit eingeschränkter Sicht gerechnet werden. Ebenso können diese technische Störungen verursachen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf:
bartgeier.ch