Auf dem Zwärgliweg auf der nidwaldnerischen Bannalp folgen Kinder und Erwachsene vor prächtiger Bergkulisse einer geheimnisvollen Geschichte – und lassen es sich beim Grillieren am Bergsee gut gehen.

Bannalp NW

Anreise:
Mit dem Zug via Luzern nach Wolfenschiessen, mit dem Postauto nach Oberrickenbach NW; mit der Seilbahn auf die Bannalp. www.sbb.ch
Mit dem Auto via Luzern, Stans, Oberrickenbach. Parkplätze bei der Seilbahnstation Fell-Chrüzhütte vorhanden. 
 

Zwärgliweg:
Ab der Bergstation gut ausgeschildert. Feuerstellen auf dem Weg. Reine Marschzeit: 1 Std. 


Verpflegung/Unterkunft:

Zwärglimenüs, Zimmer, Massenlager, Berggasthaus Bannalpsee
Tel. +41 (0)41 628 15 56, www.restaurant-bannalpsee.ch
Berggasthaus Urnerstaffel
Tel. +41 (0)41 628 15 75, www.urnerstaffel.com 


Allgemeine Auskünfte:
Luftseilbahn Bannalp
Tel. +41 (0)41 628 16 33, www.bannalp.ch
Vierwaldstättersee Tourismus
Tel. +41 (0)41 610 88 33, www.nidwalden.com 

Dieser Weekendtipp ist in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus entstanden.

Die Zwerge rufen schon, als wir von Stans über Oberrickenbach durchs Engelbergtal fahren. In fast jedem Garten stehen sie und scheinen den Weg zu weisen: Hinauf, hinauf, geht hinauf! Der Geist der Zwerge ist auch da, als wir die Luftseilbahn an der Station Fell-Chrüzhütte erreichen. Ist der Nidwaldner mit den funkelnden Augen Liftwart – oder Wärter, der durchs Tor zu einer andern Welt führt? Jedenfalls führt er uns zu einem Bähnchen, das aus einer andern Zeit kommt, uns aber sicher durch die Lüfte 800 Höhenmeter über die mächtige Felswand hinauf auf die Bannalp befördert.

Der Blick, der sich uns eröffnet, ist fantastisch.

Links, wie die Zähne einer Hexe, die Bietstöck, rechts die Erhebungen der Sättelistöcke und des Wellenstocks, die wie mächtige Wesen die Hochebene umarmen, vor uns die satten Wiesen der Bannalp, auf denen Kühe grasen.

Über Stock und Stein gehts los: durch ein verwunschenes Wäldchen, zwischen dessen Bäumen grün der Bannalpsee hervor blitzt. Bald ist die erste Station des Zwärgliweges erreicht: Vier Kinder, so ist hier zu lesen, finden unter dem Moos einen rot funkelnden Stein und beschliessen, ihren Grossvater zu fragen, was es damit auf sich hat. Dieser erzählt – bei der nächsten Station –, dass der funkelnde Stein Teil eines grösseren Schatzes sei, der nur in Kinderhänden leuchtet und deshalb auch nur von Kindern gefunden werden kann.

Eine Seilbahn vor einer malerischen Bergkulisse.
Schon die Fahrt mit der Seilbahn ist einen Ausflug auf die Bannalp wert.
Zwei Kinder vor einer Feuerstelle mit Bergen im Hintergrund.
An Feuerstellen entdecken die Kinder manch Geheimnis entlang dem Zwärgliweg.

Von Kindern für Kinder

Der Zwärgliweg führt nun hinab und dem idyllischen Bannalpsee entlang, wo nach fünf Posten gerastet wird. Feuerstellen mit sorgfältig geschichtetem Holz stehen bereit, eine grosse Chlürlibahn und ein spiralförmiger Wasserförderer am Ufer des Sees laden zum Spielen. Wie der Zwärgliweg wohl weitergeht?, fragen sich die Kinder, während sie am Ufer Steine zu Bergmannli und Staumauern aufhäufen.

Zu viel sei nicht verraten.

Die Geschichte, die von der Gesamtschule Oberrickenbach NW erdacht und dank Sponsoren und Helfern realisiert werden konnte, gefällt jedenfalls Gross und Klein. Dass die sieben Stationen nicht ganz so märchenhaft daherkommen wie die ganze Alpumgebung, ist für die Erwachsenen ein Wermutstropfen – wie auch die Tatsache, dass der Dynamo beim letzten Posten, wo der Stein zum Leuchten gebracht werden könnte, nicht funktioniert. Doch den Kindern ists einerlei. Sie rennen vergnügt überdie mit Wiesen bedeckte Staumauer, freuen sich auf die Zwärgliglace im Berggasthaus Bannalpsee und spinnen ihre eigenen Geschichten weiter.

Mit einer noch kleineren Bahn als derjenigen, mit der wir hinauffuhren, gehts an der Station Bannalpsee wieder hinunter. Sind die zwei schmunzelnden Nidwaldner, die sich mit uns ins Kabinchen zwängen, Wandersleute – oder Begleiter, die uns aus der Zwergenwelt wieder hinausführen?