Im Besucherzentrum der Chocolat Frey im aargauischen Buchs gibts Schoggi satt. Zum Kosten, zum Selbermachen und als Jux. Übermütige steigen ins Truffekostüm und betten sich in eine Schachtel.

Das Wichtigste im Überblick

Anreise: 
Ab Bahnhof Aarau mit dem Bus bis zur Station Industrie. 
www.sbb.ch

Mit dem Auto auf der A1, Ausfahrt Aarau Ost, Richtung Buchs Industriegebiet fahren. Es sind genügend Parkplätze vorhanden.


Besucherzentrum:
Schoggi-Giessen für Kinder, Schulen, Vereine.
Adventszeit: Märchen und Geschichten rund um die Schokolade. 


Allgemeine Auskünfte:
Chocolat Frey AG
Tel. +41 (0)62 836 24 25
www.chocolatfrey.ch

Neun von zehn Leuten mögen Schokolade. Der Zehnte lügt.

Der Spruch des amerikanischen Künstlers John Tullius an der Wand des Besucherzentrums ist nur einer von zahlreichen Zitaten. Sie alle drehen sich um die Schokolade und stimmen ein auf die Reise ins Schoggi-Paradies.

Zuvor wird man wie am Flughafen mittels Bildschirm zum Check-in aufgerufen. Und schon gehts per Lift hinauf zum Schokoladenweg. An einzelnen Stationen erklären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Chocolat Frey AG per Audioguide ihre Arbeit und zeigen so den langen Weg vonder Kakaobohne bis zur fertigen Schoggi auf.

Die Produkte, von denen die Rede ist, werden in hohen Glaskolben ausgestellt – anfassen erwünscht! Ich probiere ein Stück geröstete Kakaobohne und stelle fest: Sie schmeckt bitter-rauchig. Offensichtlich ist ihr Weg zur zart schmelzenden Schokolade ein aufwendiger Prozess. Einige Stationen weiter gehts um die Verpackung. Erstaunlich, wie sich diese im Laufe der Zeit verändert hat. Und natürlich erkenne ich sofort die bunte Hülle der «Tourist», mit der meine Lieblingsschoggi aus Kindertagen eingepackt war.

Dann geht plötzlich das Licht aus, und die Wände werden zur Grossleinwand. In stimmungsvollen Bildern, musikalisch untermalt, wird eine eindrückliche Schokoladenshow geboten, die in einem Feuerwerk aus lauter kleinen Schöggeli endet.

  

Kinosaal im Besucherzentrum.
Der Nase nach: Vom Kino in den Duftlabor-Zylinder.
Schokolade auf dem Laufband.
Schlemmerfreuden: Schoggi am laufenden Band.
Im Bild: Mitarbeiter der Chocolat Frey erklären ihre Arbeit.

Ein Genuss für die Sinne

Im Besucherzentrum geht es zwar um die Produktion von Schokolade – aber nicht nur. Hier kann man sämtliche Schoggi-Variationen kaufen, gemütlich einen Kaffee trinken, selber eine Schokolade giessen und eben die unterschiedlichsten Facetten der beliebtesten Süssigkeit der Schweiz mit allen Sinnen erfassen.

Nach der Show geht es zu weiteren Stationen, bei denen man zum Mitmachen angeregt wird. Wie fühlt man sich als Praliné in der Schachtel? Wer will, kann sich als Truffe oder Schoggikugel verkleiden und in der Schachtel Platz nehmen. Vanillezucker? Honig? Caramel? Im Duftlabor wird mein Geruchssinn auf die Probe gestellt. Und dass auch in manchen Spielfilmen Schokolade eine Rolle spielt, das gibts im Kino zu sehen. Kurz: Es dreht sich alles, wirklich alles um die Schoggi. 

Es ist angerichtet

Apropos drehen: Die garantiert beliebteste Station befindet sich mitten im Zentrum. Hier ziehen auf einem Schoggilaufband ununterbrochen hübsch angerichtete Teller mit verschiedensten Spezialitäten vorbei. Und es darf nach Herzenslust zugegriffen werden! Von diesem Angebot wird rege Gebrauch gemacht, wer will sich denn eine solche Gelegenheit entgehen lassen?

Typgerechtes Rezept

Schliesslich mache ich noch den Test: Welcher Schoko-Typ bin ich? Mittels Touchscreen beantworte ich einige Fragen, und schon spuckt der Computer einen Papierstreifen mit Informationen sowie einem Mini-Brownie-Rezept aus, das meinem Schoggi-Typ perfekt entspricht. «Schokolade ist Glück, das man essen kann», sagt die deutsche Autorin Ursula Kohaupt. Recht hat sie.