Ungebremst peitscht die Bise vom Zürichsee her über das Hirzli. Jenes erste Hindernis, das sich dem kalten Wind in den Weg stellt, wenn er von Norden her Richtung Alpen braust. Ein kleiner Vorbote der Glarner Alpen ist dieser Berg, so unscheinbar wie sein Name.

Das Wichtigste im Überblick

Doch wer neben dem hölzernen Gipfelkreuz auf 1641 m ü. M. steht, wird selbst eine eisige Bise, klamme Hände und eine flatternde Kapuze in Kauf nehmen, um die Aussicht zu geniessen. Vorne liegt leuchtend grün die Linthebene, durchzogen vom Linealstrich des Linthkanals, hinten ragen die Felsen des Glärnisch in den Himmel, und weiter in der Ferne verschwinden Zürichsee und Walensee, Säntis und Mythen im dunstigen Schleier. Wer nebst solchen Ausblicken auch schaudernde Tiefblicke mag, findet am Hirzli ebenfalls sein Glück: Anstatt des direkten Abstiegs auf dem Wanderweg empfiehlt sich der luftige Gratweg zum benachbarten Planggenstock. Herzklopfen ist garantiert, wobei hie und da ein Fixseil das flaue Gefühl im Bauch besänftigt.


Route:

Morgenholz–Schwinfärch–Forsthaus–Hirzli; Rückweg auf gleichem Weg oder via Planggenstock–Bodenberg–Morgenholz


Wanderzeit:

Morgenholz–Hirzli: 1¾ Std.; Hirzli–Planggenstock: ½ Std.; Planggenstock–Morgenholz: 1¼ Std.


Schwierigkeit:

Hirzli T2 / Planggenstock T3 (anspruchsvolles Bergwandern)


Verpflegung:

Restaurant Hirzli (beim Bodenberg)
Tel. +41 (0)55 610 27 91


Anreise:

Mit dem Zug bis Ziegelbrücke und weiter mit dem Bus bis zur Haltestelle Niederurnen Ochsenplatz. Von dort in wenigen Minuten zu Fuss zur Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz LNM.


Allgemeine Auskünfte:

Tel. +41 (0)55 610 10 83
www.niederurnertaeli.ch