Den Apfelweg erkunden, in idyllischen Seen baden, am Bodensee Velo fahren: Der Thurgau ist eine vielfältige Landschaft für erlebnisreiche Ausflüge.

Das Wichtigste im Überblick

Altnauer Apfelweg:
24 Info­tafeln mit Wissenswertem über den Obstbau (9 km):
www.apfelweg.ch 

Thurgauer Fabelweg:
Von Steckborn nach Ermatingen (11 km):
www.thurgauer-wanderwege.ch 

Schloss Arenenberg:
Mit Napoleonmuseum in Salenstein:
www.napoleonmuseum.tg.ch  

Kartause Ittingen:
www.kartause.ch  

Velotour Bodensee–Rhein:
187 km in 6 Etappen:
www.familienroute.ch 

Übernachten:
Im Zirkuswagen auf dem Campingplatz Wagenhausen:
www.campingwagenhausen.ch  

In Podhouses auf dem Campingplatz Seehorn in Egnach:
www.seehorn.ch  

Allgemeine Auskünfte:
Thurgau Tourismus
www.thurgau-bodensee.ch 

Egal, wo man im Thurgau unterwegs ist: So richtig steil wird es nie. Was optimale Voraussetzungen für Ferien mit der Familie sind. Denn selbst der Grat, mit 991 Höhenmeter der höchste Punkt an der Südgrenze des Kantons, ist auch für kleine Wanderbeine bezwingbar. Imposant wirkt der Berg durch seine steilen Flanken, und doch sind es vom Dörfchen Fischingen nur 590 Höhenmeter auf den Gipfel.

Von hier oben hat man den besten Überblick auf die Landschaft, die sich in sanften Hügeln bis zum Bodenseeufer erstreckt. Zwischen dicht bewaldeten Höhenzügen, akkurat ausgerichteten Rebbergen und den im Frühsommer farben­frohen Obstwiesen sitzen wie Perlen kleine Ortschaften, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es ist eine Landschaft für erlebnisreiche Unternehmungen mit Gross und Klein, zu Fuss und per Velo. Entlang dem Bodensee führt ein gut ausgeschilderter Radweg 30 Kilometer von Stein am Rhein bis nach Kreuzlingen. Ideal an heissen Tagen: Das kühlende Nass ist nie weit.

Der Höhenweg bietet nicht nur schöne Grillplätze mit wunderbaren Ausblicken, sondern unterwegs Spass und Spannung.

Zu Fuss eignet sich für Fa­milien der Thurgauer Fabelweg von Steckborn nach Ermatingen. Der Höhenweg bietet nicht nur schöne Grillplätze mit wunderbaren Ausblicken auf den Untersee, sondern unterwegs Spass und Spannung durch die 18 Tafeln, auf denen Fragen und Aufgaben zum Thema Fabeln stehen. Die zurückgelegte Strecke ist schnell vergessen, wenn sich die Kleinen von der einen zur nächsten Station beispielsweise möglichst viele Ausreden oder Sprichwörter überlegen müssen.

Wie im Schlaraffenland

Um Äpfel geht es beim Apfelweg in Altnau. Hier erfährt man viel Wissenswertes über das Obst. Jeder dritte in der Schweiz verzehrte Apfel stammt aus dem Thurgau, weshalb der Kanton scherzhaft Mostindien genannt wird. Wer allerdings im Thurgau unterwegs ist, merkt schnell, dass die Region allgemein ein wahres Schlaraffenland ist. Kirschen, Birnen, Spargel und Weintrauben gedeihen hier auf dem fruchtbaren Boden prächtig. Probieren kann man die frisch geernteten oder schmackhaft verarbeiteten Bodenschätze in den zahlreichen Hofläden, Gasthöfen und Biergärten, die jede Wanderung oder Velotour zu einer Genusstour machen.

Apfelbäume auf einem Feld.
Wegen seiner vielen Apfelkulturen wird der Thurgau Mostindien genannt.
Drei Velofahrer am Ufer eines Sees.
Velovergnügen am Bodensee bei Arbon.
Eine Brücke, die zu einem Gebäude im Wasser führt.
Wasserschloss Hagenwil

Auch das Seebachtal mit dem idyllischen Hasensee, dem Hüttwilersee mit seinem Strandbad und dem verwunschenen Nussbaumersee ist ein Paradies für aktive Familien. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zur Kartause Ittingen, in der man eine gute Vorstellung vom kargen Leben der Mönche in der Vergangenheit bekommt. Vielerorts stösst man hier auf kulturhistorische Zeitzeugen. In den meisten können die kleinen Besucher die Geschichte hautnah erleben. Etwa im Rittersaal des malerisch gelegenen Wasserschlosses Hagenwil mit seiner beeindruckenden Waffensammlung oder im Historischen Museum im Schloss Frauenfeld. Oder im Schloss Arenenberg, in dem der letzte Kaiser Frankreichs aufwuchs und in dem die Plumpsklos sogar schon Wasserspülung hatten. An jedem dritten Sonntag dürfen Kinder hier zudem historische Kostüme anziehen und erfahren, wie sich Prinzessinnen und Prinzen einst in Reifrock und Pluderhose fühlten.

Anders nächtigen

Trutzige Burgen, idyllische Seen, regionale Leckerbissen: Bei so vielen Attraktionen lohnt sich ein mehrtägiger Aufenthalt in der beschaulichen Region. Übernachtungsmöglichkeiten dafür gibt es mehr als genug. Be­sonders spannend für Kinder sind allerdings ungewöhnliche Schlafplätze, wie etwa im Stroh auf dem Bauernhof der Familie Stähli in Frasnacht bei Arbon oder auf dem Tschannenhof in Illighausen. Wunderbar geborgen nächtigen Eltern und Kinder in den kuscheligen Kojen der holzgetäfelten Zirkuswagen auf dem Camping Wagenhausen oder in den kuppelförmigen Podhouses in Egnach, Eschenz oder Arbon. Die einzigartigen Unterkünfte, aber auch das Leben in freier Natur machen die Familienferien endgültig zum unvergesslichen Erlebnis.